Mundhöhle – nicht zum Einfallstor für Keime werden lassen

Zahngesundheit in Coronazeiten

Mundhöhle – nicht zum Einfallstor für Keime werden lassen

Das feuchtwarme Klima in der Mundhöhle bietet hervorragende Lebensbedingungen für vielfältige Bakterien. In der bakteriellen Mischflora von Zahnbelägen sind zirka 1.000 unterschiedlichen Bakterienarten anzutreffen, so Schätzungen von Zahnmedizinern. Bakterien aller Art finden wunderbare Verstecke und Haftflächen im Mundraum. Allein die Formenvielfalt der Zähne bietet vielfältige Gelegenheiten zur bakteriellen Besiedlung. In den Zahnzwischenräumen sowie in den Nischen der Zahnfleischsäume und Fissuren bestehen optimale Möglichkeiten der massenhaften und bisweilen „ungestörten” Vermehrung für die Mikroorganismen.

Solange das menschliche Immunsystem intakt ist, schützt es vor Erkrankungen und Infektionen. Zahnmediziner beobachten schon seit geraumer Zeit eine stark zunehmende Ausbreitung von Zahnfleischerkrankungen, wie Gingivitis und Parodontitis. Mit regelmäßiger Zahnreinigung und guter Mundhygiene kann dafür gesorgt werden, dass die Mundhöhle nicht zum „Einfallstor“ für Keime, die dann andere Körperregionen und Organe befallen können, wird.

Parodontitis kann nicht nur die Mund- und Zahngesundheit beeinträchtigen, sondern auch den gesamten Organismus. Der Zusammenhang zwischen Parodontalerkrankungen und schwerwiegenden Allgemeinerkrankungen, wie zum Beispiel arterielle Verschlusskrankheiten, Diabetes mellitus und Atemwegserkrankungen gilt als wissenschaftlich erwiesen.

Eine Parodontitis (früher wurde diese fälschlicher Weise als Parodontose bezeichnet) besteht, wenn die Entzündung des Zahnfleisches auf das Zahnbett und die Kieferknochen übergreift. Ursache dafür sind Bakterien und deren Giftstoffe. Aufgrund eines gestörten Immunsystems ist aber die Abwehrreaktion nicht mehr optimal auf den bakteriellen Angriff vorbereitet. Als Folge dieser tiefen Entzündung des Zahnhalteapparates wird das Bindegewebe zerstört, werden die Haltefasern zwischen Zahnwurzel und Kieferknochen aufgelöst und der Kieferknochen wird porös. Als Resultat zieht sich das Zahnfleisch zurück und es entstehen Zahnfleischtaschen. Diese Zahnfleischtaschen werden zunehmend tiefer und die darin angesiedelten Bakterien lassen sich durch übliche Mundhygiene kaum mehr entfernen. Die Zähne können sich lockern und im schlimmsten Fall droht Zahnverlust.

Eine gesunde Mundhöhle beugt Infektionen vor. Der beste Zahnfleischschutz ist die sorgfältige Reinigung. Zur Kräftigung des Zahnfleischs werden Zahnpasten vielfach Vitamine, pflanzliche Komponenten und Kräuterextrakte zugesetzt. Sie fördern die Durchblutung, beruhigen gereiztes Zahnfleisch und schützen vor Zahnfleischbluten und -entzündungen. Häufig verwendete Inhaltsstoffe sind Extrakte der Pfefferminze, Arnika, Aloe, Echinacea, Kamille und Ringelblume, Myrrhe und Hamamelis.

Quelle: haut.de

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