Allergien

Ekzeme

Verlauf des Kontaktekzems

Das Kontaktekzem ist eine entzündliche Reaktion der Haut, die durch Symptome wie Rötung, Schwellung, Bläschen, Nässen, Papeln, Schuppung oder Austrocknung bestimmter Hautstellen gekennzeichnet ist. Der Begriff „Ekzem“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „aufbrausen“. Der Patient hat durch den Juckreiz das Gefühl, seine Haut würde „kochen“. Verantwortlich für diese unangenehmen Hauterscheinungen sind in der Regel äußerlich einwirkende, schädliche Faktoren, die keine Infektionen auslösen können und dennoch eine Immunreaktion hervorrufen, oder solche, die eine direkte Schädigung der Haut bewirken. Sie können ganz unterschiedliche Ursprünge chemischer oder physikalischer Art haben. Auch natürliche Substanzen können für ein Kontaktekzem verantwortlich sein. Die kontaktallergische Reaktion ist meist eine vom so genannten Spättyp (i.d.R. Typ IV, selten möglicherweise Typ I). Vom nichtallergischen Kontaktekzem, auch als irritatives Kontaktekzem bezeichnet, unterscheidet sich die allergische Variante durch die Reaktion des Immunsystems auf ein konkret von außen einwirkendes spezifisches Allergen. Dieser allergischen Reaktion ist immer eine Sensibilisierung vorausgegangen. Das Kontaktekzem kann in seinem Erscheinungsbild sehr unterschiedlich ausfallen. Zahlreiche äußere wie individuelle innere Faktoren können die Entzündungsreaktion der Haut beeinflussen und sehr unterschiedlich aussehen lassen. Dabei spielen exogene Faktoren eine Rolle wie: Art, Konzentration oder Löslichkeit der Substanz, Körperregion und -temperatur, Druck, Kälte, UV-Licht, Wasser, klimatische Bedingungen etc. Aber auch die individuelle Empfindlichkeit des Betroffenen, eine spezifische Sensibilisierung, bestehende Atopie, Hauterkrankungen, das Alter oder eine Empfindlichkeit gegenüber UV-Licht können die Entzündungsreaktion der Haut beeinflussen. Als „Musterbeispiel“ für ein Kontaktekzem wird häufig die Kontaktdermatitis beschrieben. Die leichteste akute Form ist eine Rötung der Haut am Ort der Einwirkung einer Substanz, evtl. mit leichter Schwellung. Es können sich Bläschen bilden, die sich bei schwereren Formen mit klarer Flüssigkeit füllen, platzen, heftig nässen können und schließlich eintrocknen. Später bildet sich eine Kruste aus, die letztlich abschuppt und die vollständig abgeheilte Haut freigibt. Da die Symptome häufig in Verbindung mit mehr oder weniger starkem Juckreiz auftreten, können zusätzliche Schäden durch Aufkratzen der Haut verursacht werden. Das allergische Ekzem bildet sich erst 24 bis 72 Stunden nach dem Kontakt mit dem Allergen aus und heilt in der Regel wieder vollständig ab.

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