Typisch Herbst …Farben, Licht und Geruchserleben

Herbstliche Stimmung – es riecht anders

Typisch Herbst …Farben, Licht und Geruchserleben

Wenn die Tage kürzer werden, das Licht sich typisch herbstlich ändert, wirkt sich das auch auf den Körper aus: Die Lichtarmut verlangsamt unseren Stoffwechsel. Der Körper produziert weniger Endorphin, das Hormon, das für Wohlbefinden und Glücksgefühle sorgt. Die Natur bereitet so manche Freude … Farbenvielfalt an Bäumen, Sträuchern und heimischen Früchten. Auch das Geruchserleben ändert sich, es duftet nach Herbst.

Die menschliche Nase ist ein Multitalent: Über die feuchte Nasenschleimhaut gelangen Gerüche, genauer gesagt, die Geruchsmoleküle von riechenden Substanzen, an die Riechzellen. Dies sind die spezialisierten Nervenzellen in der Nasenhöhle. Der menschliche Geruchssinn hat die Möglichkeit über eine Billion Gerüche zu unterscheiden. Der Geruchssinn ist der unmittelbarste aller Sinne. Im Gegensatz zu allen anderen sensorischen Bahnen werden beim Geruchssinn die durch Duftreize ausgelösten Erregungen sofort und ohne Kontrolle durch das Großhirn in den „Bulbi olfactorii” (lat. bulbus: die Zwiebel, lat. olfactorius: riechend) verarbeitet. Diese auch als Riechkolben bezeichneten Gehirnbereiche sind kolbenartige Strukturen an der vorderen Basis des Gehirns, direkt oberhalb der Nase. Die Geruchsnerven (Nervi olfactorii) verlaufen direkt von der Riechschleimhaut in der Nase durch das Siebbein (Lamina cribrosa), eine mit vielen Löchern durchbohrte Knochenplatte, in die darüber befindliche Schädelhöhle und die dortigen Riechkolben hinein. Von dort aus gelangen die Sinnesmeldungen zu höheren Verarbeitungszentren. Die Riechkolben beider Gehirnhälften sind über die vordere Kommissur (Commisura rostralis) miteinander verbunden.

Herbst- und Winterparfums für Frauen und Männer bedienen sich verschiedensten Geruchskomponenten: Bei Damen Düften werden vorwiegend Mandarine, Vanille, weißer Tee, Iris oder Neroli verwendet, während bei den Herren Pfeffer, Zedernholz, Lavendel, Salbei und Muskat bevorzugt Interesse finden.

Die menschliche Fähigkeit zur Differenzierung mit der Nase verdeutlicht, dass mit Duftnoten und beim Versprühen von Parfum durchaus dezent umgegangen werden sollte und trotz dieser Zurückhaltung eine angenehme positive, vielleicht auch erst durch die zurückhaltende Note, Wirkung und Aufmerksamkeit erreicht werden kann.

Quelle: haut.de

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