Sonnenschutz

Weitere Kriterien zur Bestimmung des Lichtschutzfaktors bei Sonnenschutzmitteln

Hinzu kommt, dass bei der Internationalen Methode folgende weitere, wesentliche Kriterien für die Schutzwirkung in die Beurteilung einbezogen werden, beispielsweise:

  • die Verteilung des Produktes auf der Haut,
  • die Gesamtformulierung, denn sie kann die Wirkung der aktiven Inhaltsstoffe beeinflussen,
  • die synergistischen Effekte bei Verwendung von mehreren Wirkstoffen sowie
  • die Wechselwirkung der Formulierung mit der Haut unter Lichteinfluss.

Parallel zu dieser In-vivo-Bestimmung (mit Testpersonen) des Lichtschutzfaktors wird immer wieder an Alternativmethoden gearbeitet, unter anderem, um den hohen Zeit- und Kostenaufwand, den die In-vivo-Methode erfordert, zu reduzieren. Diese Methoden werden derzeit noch auf ihre Eignung für eine breitere Anwendung überprüft. Viele Experten stimmen darin überein, dass die vorgeschlagenen Methoden jeweils bedeutende Aspekte der In-vivo-Bestimmung des Lichtschutzfaktors berücksichtigen. Andererseits ist es zweifelhaft, ob sich die Methoden wirklich auf alle Marktprodukte gleichermaßen zuverlässig anwenden lassen. Fraglich ist auch, ob ein so hoher Grad an Standardisierung erreicht werden kann, wie er für die sichere Überprüfung und Auslobung der Lichtschutzwirksamkeit unabdingbar ist.

Grundsätzlich besteht ein großes Interesse an der Entwicklung von so genannten „In-vitro-Methoden“, die nicht „am lebenden Objekt“, sondern durch Versuchsanordnungen im Labor ohne Testpersonen durchgeführt werden können. Für die Bestimmung des UV-A-Schutzes wurde bereits ein zuverlässiges In-vitro-Verfahren, die „Bestimmung der UV-A-Bilanz“, erarbeitet und Anfang des Jahres 2005 in Form der DIN 67502 veröffentlicht. In diesem Fall liegen viele überzeugende Daten hinsichtlich der Zuverlässigkeit und der Reproduzierbarkeit vor.

Fazit:

Die Wirksamkeit von Sonnenschutzmitteln gegen Sonnenbrand wird durch die Bestimmung des Lichtschutzfaktors ermittelt. Das In-vivo-Verfahren ist in der neuen Internationalen Methode beschrieben und stellt ein zuverlässiges Verfahren dar. Es besteht darüber hinaus ein breites Interesse, weitere und ergänzende Methoden für die Charakterisierung von Sonnenschutzmitteln zu erarbeiten. Die Vergleichbarkeit mit der Anwendungssituation und die Reproduzierbarkeit stellen hierbei unabdingbare Anforderungen dar. In diesem Punkt bedürfen die derzeit vorgeschlagenen Alternativen zur In-vivo-Methode noch weiterer Bestätigung.

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