Handpflege

Individuell abgestimmte Hautpflege

Warum ist sie wichtig?

Aufgrund der natürlichen Eigenschaften der Haut der Hände, ihrem Mangel an Fett und Feuchthaltefaktoren, ihrer Dünnhäutigkeit etc. sind die Hände von Natur aus nur begrenzt widerstandsfähig gegenüber äußeren Einflüssen und Belastungen. Sie benötigen Pflege. Doch es gibt individuelle Unterschiede in der Beschaffenheit der Haut verschiedener Menschen. Manche Hände sind besonders empfindlich, andere eher beansprucht oder trocken. Auch die Belastungen, denen die Hände täglich in Beruf, Freizeit oder bei der Hausarbeit ausgesetzt sind, unterscheiden sich von Person zu Person.

Der individuelle Zustand der Haut wird außerdem durch innere Einflüsse wie Hormonschwankungen, eine unausgewogene Ernährung oder Haut- und Stoffwechselerkrankungen beeinflusst. Und schließlich verändert sich die Hautbeschaffenheit mit dem Alter. Mit den Jahren und Jahrzehnten wird die Haut immer trockener. Die Bildung des Hautproteins Kollagen, das für Spannkraft und Elastizität verantwortlich ist, verlangsamt sich. Die Haut lässt mehr Wasser verdunsten, wird schlaffer und neigt zur Bildung von Fältchen. UV-Schäden verstärken diesen Effekt. Optimal können Hände also nur gepflegt werden, wenn all diese individuellen Unterschiede bei der Auswahl der Pflegeprodukte und ihrer Anwendung berücksichtigt werden.

Generell ist es wichtig den natürlichen Säureschutzmantel der Haut – bestehend aus Talg, Wasser und Fett – so wenig wie möglich anzugreifen und die Hautfeuchtigkeit zu erhalten. Dazu tragen insbesondere Schutzhandschuhe, Hautschutzmittel, milde Reinigungssubstanzen und typgerechte Pflegemittel bei. Verlorenes Fett und entzogene Hautfeuchte müssen den Händen durch die geeignete Pflege wieder zurückgegeben werden. Nur so bleiben die Hände auf Dauer zart und geschmeidig.

Von Natur aus trockene Hände benötigen eine besonders sorgfältige Pflege, von der sehr schonenden Reinigung bis hin zur reichhaltigen Pflegecreme. Gleiches gilt für belastete oder strapazierte Haut. Auch hier reicht die natürliche Regenerationsfähigkeit der Haut oftmals nicht mehr aus, um die Hände intakt zu halten. Ohne Pflege besteht die Gefahr, dass äußere Einflüsse wie Wasser, Trockenheit oder chemische Substanzen die Haut schädigen. Für beanspruchte oder strapazierte Hände ist der Schutz vor weiteren Belastungen durch Handschuhe und Hautschutzmittel zudem wesentlich. Da reife Haut ebenfalls zur Trockenheit neigt, wird die Handpflege mit zunehmendem Alter immer bedeutsamer. Unterstützung von außen in Form von Handcremes, die eine Mischung aus Feuchtigkeit und Fett zurückgeben, ist dann ein Muss. Bei Hauterkrankungen schließlich, die mit Hautrockenheit verbunden sind, werden medizinische Pflegecremes benötigt, die die jeweiligen Symptome individuell behandeln. Über Detailfragen berät der Hautarzt.

All das gilt es bei der Auswahl der geeigneten Pflegeprodukte zu berücksichtigen.

„Wirkstoffcremes“:

Über die Basisformulierungen der Pflegemittel hinaus kommen auch verschiedene Wirkstoffe in Cremes zum Einsatz. Als potenten „Radikalfänger“ hat die Forschung beispielsweise das Vitamin C identifiziert. Die freien Radikale in der Haut entstehen beispielsweise durch UV-Einstrahlung oder auch durch chemische Einwirkungen auf die Hautzellen, etwa über das Rauchen. Sie können Zellbestandteile schädigen, die Haut vorzeitig altern lassen und die Entstehung von Hautkrebs begünstigen. Äußerlich angewendetes Vitamin C (Ascorbinsäure) regt zudem die Neubildung von Kollagen an und erhöht so die Spannkraft reifer Haut. Weiteren Antioxidanzien wie Vitamin E (alpha-Tocopherol), Coenzym Q 10, Melatonin und den z.B. in Grüntee-Extrakten enthaltenen Polyphenolen wird ebenfalls eine Schutzwirkung gegen „oxidativen Stress“ der Haut zugesprochen. Auch Vitamin A fördert die Neubildung von Kollagen.

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