Gesichtsreinigung

Spezialreinigung: Peelings

Im Winter bei wenig Licht, wenn Heizungsluft, Kälte und Wind die Haut belasten, kann der Teint aus dem Takt geraten. Für die Tiefenreinigung und um schuppender, grau und fahl wirkender Haut ein frisches Aussehen zurückzugeben, können Peelings und Masken das Mittel der Wahl sein.

Rubbeln und Wohlfühlen: Peelings

Das Wort „Peeling“ kommt aus dem Englischen und bedeutet Abschälen. Bei Peeling-Produkten wird die reinigende Wirkung von Tensidpräparaten durch die Zugabe leicht abrasiv, also abrubbelnd, wirkender Zusatzstoffe gesteigert. Dabei handelt es sich um feine, körnige Rubbelsubstanzen natürlichen oder synthetischen Ursprungs. Auch mit Öl beladene Mikrokapseln werden als Schleifkörper eingesetzt.

Peelings können ein- bis zweimal pro Woche als Ergänzung zur täglichen Reinigung benutzt werden. Die Produkte werden auf dem trockenen oder feuchten Gesicht unter Aussparung des Augenbereichs sanft einmassierend verteilt und anschließend mit Wasser abgespült.

Nicht geeignet sind Peelings zum Entfernen von Make-up. Dagegen ist ein Peeling etwa acht bis zwölf Stunden vor der Anwendung von Selbstbräunern empfehlenswert.

Die regelmäßige Verwendung von Peelings lässt die Haut übrigens nicht etwa dünner werden oder schneller altern. Bei der Behandlung werden lediglich abgestorbene Hautschüppchen entfernt, die sich bereits im Prozess des Ablösens befinden. Außerdem können die Pflegesubstanzen zur Entspannung und Beruhigung der Haut beitragen.

Abrubbeln und pflegen

Verhornte und abgestorbene Zellen werden mit Hilfe dieser Schleifkörper auf chemische und/oder mechanische Weise möglichst schonend von der Hautoberfläche „abradiert“. Gleichzeitig wird die Haut massiert und für eine verbesserte Durchblutung gesorgt. Ziel: Die Haut wird glatter, geschmeidig und elastisch, ihr Aussehen feiner und frischer. Empfindliche Haut kann auf ein Peeling gereizt reagieren. Es werden daher auch spezielle Produkte für sensible und zu Fältchen neigende Haut angeboten, bei denen feinste Peelingkörper eine besonders sanfte Wirkung versprechen. Häufig sind Peelings zusätzlich mit Feuchtigkeitsspendern, Vitaminen, z.B. Vitamin C, E oder Pro Vitamin B5, Pflegeölen sowie rückfettenden oder hautberuhigenden Komponenten angereichert. Die Vitamine C und E sollen unter anderem, freie Radikale abwehren, Vitamin B5 soll die Regenerationsfähigkeit und den Eigenschutz der Haut unterstützen und Vitamin A hilft gegen Kollagenabbau. Wunder darf man von diesen Zusätzen sicher nicht erwarten, aber Minifältchen können ein wenig aufgepolstert werden und die Haut wirkt etwas straffer und wird teils vor weiteren Schäden geschützt.

Peelings werden in Gel- und Creme-Form angeboten. Außerdem gibt es Peeling-Seifen sowie seifenfreie Waschstücke mit Peeling-Effekt. Je nach Formulierung sind die Produkte auf die speziellen Bedürfnisse von trockener, fettiger oder Mischhaut zugeschnitten. Andere sind für alle Hauttypen gedacht.

Peeling-Gel

Bei einem Peeling-Gel handelt es sich um ein leicht schäumendes Gel mit feinkörnigen Peeling-Substanzen und einer erfrischenden Wirkung. Es kann zwischendurch zur Tiefenreinigung verwendet werden und befreit die Haut recht schonend von abgestorbenen Schüppchen. Die Rubbelwirkung regt die Durchblutung an und lässt die Haut in der Regel vitaler und frischer aussehen.

Creme-Peeling

Ein Creme-Peeling kann für alle Hauttypen, selbst für sehr trockene Haut, nach der üblichen Reinigung verwendet werden. Es versorgt die Gesichtshaut beim Einmassieren zusätzlich mit Fett und Feuchtigkeitsbindern. Die Peeling-Kügelchen bestehen oft aus synthetischen Granulaten, die anschließend wieder abgespült werden. Hergestellt werden sie aus Polyethylen und Nylon. Ihr Vorteil: Sie sind gleichmäßig abgerundet und deshalb relativ sanft zur Haut. Manchmal stecken auch gemahlene Pfirsichkerne darin oder Jojobawachskügelchen. Letztere werden in die Haut einmassiert, bis sie sich ganz auflösen. Gemahlene Pfirsichkerne haben eine weniger ebenmäßige Oberfläche. Andere natürliche Rubbelsubstanzen sind beispielsweise Mandelkleie, Meersand oder Kaolin, ein tonerdereiches Gestein, das bei unreiner und Mischhaut überschüssiges Fett aufsaugt.

Peeling-Seifen

Peeling-Seifen sind meist transparente Seifen, die z.B. mit geriebenen Nussschalen, getrocknetem Weizen, Thymian oder Algen angereichert werden. In anderen Produkten ist zermahlenes Luffa enthalten, das aus den festen Fasern einer tropischen Gurkenart gewonnen wird. Das enthaltene Glyzerin bindet als Feuchtigkeitsspender Wasser und verhindert, dass die Haut zu sehr austrocknet.

Peeling-Pads

Bei Peeling-Pads stecken die Wirkstoffe in luftdicht verpackten Reinigungs-Pads. Sie werden erst beim Öffnen aktiviert. Die Pads werden angefeuchtet bis sie schäumen, anschließend wird die Haut damit massiert. Ziel ist es, den Teint sauber und glatt erscheinen zu lassen. Weiterer Effekt: Die nachfolgende Pflege wird besser aufgenommen.

Peeling für Männerhaut

Peeling-Produkte stehen auch für die speziellen Bedürfnisse der Männerhaut zur Verfügung, die sich deutlich von derjenigen der Frauen unterscheidet. Männer haben eine sehr robuste Haut mit großen Poren, die meist viel Fett produziert und zur Verhornung neigt. Oft glänzt die Haut, besonders an Kinn, Nase und Stirn; die Poren verstopfen leicht. Auch dagegen können Peelings helfen, ebenso wie bei Mitessern oder eingewachsenen Barthaaren. Außerdem bereiten sie die Haut sehr gut auf die Nassrasur vor. Die Klinge gleitet leichter über die gepeelte Haut, so dass es weniger Kratzer oder feine Schnitte gibt. Peelings für Männer werden als seifenfreie Waschstücke mit leichtem Peelingeffekt, als Peeling-Gele und als Two-in-one-Peeling für Körper und Gesicht angeboten. Letzteres kommt der männlichen Vorliebe fürs Praktische und Unkomplizierte entgegen.

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