Wissenswertes zu Körperpflege und Kosmetik

Fußpflege

Auch die Füße wollen gepflegt sein

Obwohl die Füße tagtäglich besonders stark strapaziert werden, werden sie allzu selten in die tägliche Körperpflege einbezogen. Da die Fußsohlen – neben den Innenhandflächen – die meisten Schweißdrüsen am Körper aufweisen, kommt es aufgrund von gefühlsmäßigen oder körperlichen Reizen zu Feuchtigkeitsabgaben. Dabei bildet sich im Bereich des wohlverpackten Fußes im meist ungelüfteten Schuh sofort ein feuchtwarmes Klima, welches eine Reihe von Folgereaktionen auslösen kann:

  • Auflockerung der obersten Schicht der Hornhaut
  • Förderung des Wachstums auf der Haut befindlicher Mikroorganismen
  • Bildung von Abbau- bzw. Zersetzungsprodukten und damit eines unangenehmen Geruches.

Neben dem richtigen Schuhwerk, das helfen kann, so zahlreichen Fußproblemen vorzubeugen wie müden, geschwollenen und kalten Füße, Brennen, Hornhaut und Schwielen, Hühneraugen, Druckstellen und Fußschweiß, Senk- und Plattfuß sowie Fußpilz, spielt auch die regelmäßige Pflege für die Fußgesundheit und als Wohlfühlfaktor eine wichtige Rolle. Es ist schon erstaunlich, wie viel Zeit es gebraucht hat, um den Fuß zu enttabuisieren. Zunehmend lernen die Menschen, die Füße in die allgemeine Körperpflege einzubeziehen. Wer Fußpflege regelmäßig betreibt, merkt sehr schnell, dass den Füßen diese Pflege gut tut.

Fußpflege – Die Füße ernst nehmen

Gönnen Sie ihren gestressten Füßen ein wenig Aufmerksamkeit, gönnen sie ihnen eine regelmäßige Fußpflege, am besten täglich, mindestens aber einmal pro Woche.

Eine erste wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Fußpflege ist Sauberkeit. Am besten die Füße abends gründlich waschen. Danach sorgfältig abtrocknen, insbesondere die Zehenzwischenräume, damit keine Hautrisse entstehen. Wer es besonders gut mit seinen Füßen meint, gönnt ihnen ein Fußbad. Dabei sollte das Wasser bis zum Knie reichen und eine Temperatur von 36 bis 40 Grad haben. Ob nach einem anstrengenden Arbeitstag oder einem langen Spaziergang, ein Fußbad ist eine Wohltat für die Füße, und die Seele kann ein bisschen baumeln. Fußbadesalze oder erfrischend wirkende Zusätze, wie z.B. Menthol, Eukalyptusöl, Fichtennadelöl, Rosmarin und Kamille, steigern das Wohlbefinden. Vorsicht bei Diabetes: Empfindungsstörungen, die Folge der Erkrankung sein können, machen es schwierig die Temperatur einzuschätzen. Diabetiker sollten daher die Wassertemperatur immer mit einem Thermometer messen, um Verbrennungen sicher auszuschließen.

Wer unter feuchten Füßen leidet, kann dem Fußbad adstringierende (zusammenziehende) und damit schweißhemmende Extrakte aus z.B. Eichenrinde oder Hamamelis (Zaubernuss) zusetzen. Bei regelmäßiger Anwendung lassen sich so selbst hartnäckige Fälle von Schweißfüßen erfolgreich bekämpfen. Die in der Eichenrinde vorhandenen Gerbstoffe verringern die Schweißabsonderung an den Füßen. Zaubernuss-Extrakte wirken außerdem leichten Entzündungen der Haut entgegen.

Besonders kreislauffördernd wirken Wechselbäder. Die Gesamtdauer eines solchen Bades betrögt ca. 15 Minuten: 2-3 Minuten warm, 5-20 Sekunden kalt, wieder 2-3 Minuten warm und so fort. Spezielle Fußwannen erleichtern die Prozedur.

Zur Fußpflege (Pediküre) gehören außerdem das Entfernen der Hornhaut und der Hornschwielen, gemeinhin als Hühneraugen bezeichnet, und das Schneiden der Zehennägel. Die sollte man immer gerade schneiden und die spitzen Ecken mit der Feile glätten, um ein Einwachsen der Nägel zu verhindern. Der Nagelrand sollte mit der Zehenkuppe abschließen. Für Diabetiker ist bei der Nagelpflege besondere Vorsicht angesagt. Sie merken unter Umständen aufgrund von krankheitsbedingten Empfindungsstörungen gar nicht, wenn sie sich schneiden.
Um Hornhaut zu entfernen, nimmt man am besten Bimsstein oder eine Raspel. Mit einem scharfen Hornhauthobel kann man sich leicht verletzen. Auch hier gilt: Vorsicht bei Diabetes. Die tägliche Anwendung einer Fußpflegecreme kann Verhornungen und Druckstellen vorbeugen. Pflaster gegen Hühneraugen oder Warzen helfen oft kurzfristig, können jedoch allein die Ursachen nicht beseitigen. In der Regel ist ein Wechsel auf gesundes Schuhwerk erforderlich.

Eine umfassende Ausbildung von zwei Jahren erfordert die medizinische Fußpflege oder Podologie. Medizinische Fußpfleger können auch Behandlungen der Füße vornehmen und damit den Dermatologen unterstützt.

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