Babypflege

P-S der Baby-Hautpflege

P

Paraffine sind vielfältige Rohstoffe mit unterschiedlicher Konsistenz, z. B. flüssige Öle oder feste Wachse. In kosmetischen Mitteln haben sie u. a. filmbildende, schützende und hydrophobierende Eigenschaften. Weiterhin können sie auch als Konsistenzgeber dienen und schützen die Haut vor Feuchtigkeitsverlust. Zahlreiche Untersuchungen belegen die ausgezeichnete Hautverträglichkeit dieser Stoffgruppe. Da sie praktisch keinerlei allergenes Potenzial aufweisen, werden sie auch als Grundlage für Tests an Allergikern verwendet. Mineralölen wird oft nachgesagt, dass sie die Haut „verkleistern“ bzw. mit einem Fettfilm abdichten würden. Dies könnte stimmen – allerdings nur, wenn man sich mit reiner Vaseline am ganzen Körper eincremt. Als Bestandteil in Hautcremes oder Lotionen dagegen verbessert der Stoff die Schutzwirkung der Haut und verringert den sogenannten transepidermalen Wasserverlust, also den Verlust hauteigener Feuchtigkeit.

Q

Quellung der Haut durch Kontakt mit Flüssigkeit bedeutet eine Störung der Barriere und damit eine erhöhte Austrocknungs- und Reizgefahr. Zudem steigt bei länger andauernder Quellung der Hautoberflächen-pH-Wert an, was zusätzlich Hautinfektionen begünstigt. Zu langes Baden oder Schwitzen unter warmer Kleidung sollte deshalb unbedingt vermieden werden.

R

Reinigung der Babyhaut mit Wasser alleine genügt immer dann, wenn kein fest haftender Schmutz vorliegt. Jedoch kann auch Wasser allein z. B. beim Baden zur Austrocknung und Reizung führen. Dagegen lässt sich durch Eincremen nach der Reinigung vorbeugen. Für gründlichere Reinigung sind spezielle, milde Reinigungsprodukte für die Babyhaut sinnvoll, jedoch nach Möglichkeit keine Seifen.
Seifenfreie Syndets in Form von Waschstücken oder Gelen mit einem dem natürlichen Säureschutzmantel der Haut angepassten pH-Wert eignen sich besser zur Reinigung. Trotz guter Verträglichkeit sollten sie bei Kindern unter einem Jahr sparsam dosiert und gut abgespült werden.

S

Sonnenschutz ist für Babys ein absolutes Muss. Babys dürfen auf keinen Fall ungeschützt der Sonne ausgesetzt werden, da die natürlichen Schutzfunktionen wie Bräunung, Verdickung der Hornschicht und Reparatur von Zellschäden noch nicht vollständig ausgereift sind. Kleidung mit UV-Schutz, Sonnenbrille, Kopfschutz und das Auftragen einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (mindestens 30) an den unbedeckten Körperstellen gleichen die noch nicht vorhandenen Schutzfunktionen aus.

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