Intimpflege – mild und sorgsam – Säureschutzmilieu stützen

Unten rum – hygienisch und gesund

Intimpflege – mild und sorgsam – Säureschutzmilieu stützen

Die intimsten Regionen des menschlichen Körpers sollten auch bei der täglichen Pflege Berücksichtigung finden. Regelmäßige Intimpflege sorgt für eine gesunde Säureschutzbalance der Haut im Intimbereich, mindert Erkrankungsrisiken in diesem Bereich und verhilft zu Wohlbefinden – ohne Peinlichkeit.

Bei jedem Duschen sollte auch der empfindliche Intimbereich gewaschen werden. In der weiblichen Intimzone sind – und das ist ganz normal – Milchsäurebakterien anzutreffen, die auf natürliche Weise für ein stetes pH-Wert-Milieu von unter 4,5 sorgen. Um diese natürliche Schutzfunktion vor Bakterien und Keimen nicht zu beeinträchtigen, ist es ratsam, diesen Bereich möglichst sanft und sorgsam zu Reinigen. Viele Duschgele und Seifen weisen für den Intimbereich einen zu hohen pH-Wert auf (9-11). Sie können die Haut austrocknen und die Anfälligkeit für Bakterien und Pilze erhöhen. Spezielle Intim-Waschlotionen verfügen über einen geringeren pH-Wert und unterstützen damit die natürliche Vaginalflora. Die sanfte Pflege ist wichtig, gleichzeitig gilt allerdings: nicht übertreiben, um den Säureschutzmantel der Haut im Intimbereich zu schonen. Einmal täglich den Intimbereich unter der Dusche oder in der Badewanne zu waschen, reicht völlig aus.

Auch für Männer ist „unter rum“ ein sorgsames und sanftes Vorgehen zur Reinigung angezeigt. Zu viel oder zu wenig Pflege führt zu Reizungen. Der pH-Wert sollte auch hier unbedingt stabil bleiben. Die Reinigung des Genitalbereichs kann mit einer hautberuhigenden Waschlotion erfolgen. Hierbei ist zu beachten, dass speziell der Bereich unter der Vorhaut gereinigt wird, um Absonderungen, Hautschüppchen und Körperflüssigkeiten zu entfernen. Die richtige Intimpflege beim Mann schützt vor Infektionen und Entzündungen.

Wie die Haut am übrigen Körper reagiert auch die Haut im Intimbereich auf unterschiedliche Einflüsse. Viele Nervenzellen sorgen für eine hohe Empfindsamkeit, so dass die Haut im Intimbereich selbst leichte Berührungen wahrnimmt, sowohl angenehme als auch unangenehme. Das Nervengeflecht warnt zudem vor Verletzungen und meldet Hautschäden. Die in der Intimhaut befindlichen Talgdrüsen sondern darüber hinaus stetig Fett ab, das verhindert, dass die oberste Hautschicht (Hornhaut) im Intimbereich austrocknet und infolgedessen an Glätte, Dichtheit, Elastizität und Geschmeidigkeit verliert.

Zur besonderen Berücksichtigung im Sommer – Unterwäsche und Badekleidung: Synthetische Materialien wie Polyester fördern das Schwitzen im Intimbereich und sind vor allem im Sommer keine gute Wahl. Sie begünstigen ein feucht-warmes Milieu, das wie geschaffen ist für schädliche Keime. Besser sind atmungsaktive Stoffe wie Baumwolle. Feuchte Bikinis, Badeanzüge und Badehosen bieten Bakterien einen perfekten Nährboden. Nach dem Spaß im Badesee oder Schwimmbad ist ein rascher Wechsel der Badekleidung ratsam.

Quelle: haut.de

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