Wissenswertes zu Körperpflege und Kosmetik

Unterschiedliche Erkrankungsformen der Haut

Entzündungsreaktionen durch Sonnenlicht

Intensive Sonnenbestrahlung kann zu akuten Hautveränderungen und langfristigen Hautschäden führen. Aber auch eine nur geringe Dosierung des Sonnenlichts kann sich für manche Menschen lästig und mitunter gefährlich auswirken, so die Experten von ECARF, der Europäischen Stiftung für Allergieforschung.

Der Begriff der „Sonnenallergie“ ist kein Begriff im wissenschaftlich allergologischen Sinn. Hinter dieser von Sommerurlaubern häufig verwendeten Bezeichnung kann sich eine Reihe von verschiedenen Erkrankungen verbergen, bei denen nach Sonnenbestrahlung Entzündungsreaktionen der Haut auftreten, wie ECARF darstellt.

Polymorphe Lichtdermatose. Diese ist mit Abstand am häufigsten. Frauen sind dreimal so häufig wie Männer betroffen. Die Polymorphe Lichtdermatose kann von Patient zu Patient sehr unterschiedlich aussehen (= polymorph). Wenige Stunden bis maximal zwei Tage nach dem Sonnenkontakt können Rötungen, Bläschen, kleine Knötchen oder Plaques in den dem Sonnenlicht ausgesetzten Hautbereichen auftreten. Meist wird der UVA-Anteil des Sonnenlichts nicht vertragen.

Phototoxische Dermatitis. Bestimmte Substanzen können bei Hautkontakt die betreffende Hautstelle überempfindlich für Sonnenlicht machen. So können bestimmte Pflanzeninhaltsstoffe, wie z.B. die Furocumarine bei Hautkontakt und anschließender Sonnenbestrahlung ausgeprägte sonnenbrandähnliche Hautrötungen und auch Bläschenbildung verursachen. Als Beispiele sind die Herkulesstaude oder Wiesengräser zu nennen.

Photoallergische Dermatitis. Nach äußerlicher oder innerlicher Anwendung von bestimmten Substanzen oder Medikamenten reagiert die Haut mit allergischen Ekzemen, wenn zusätzlich die Haut mit Sonnenlicht in Kontakt kommt. D.h. diese allergischen Reaktionen können nur dann entstehen, wenn bestimmte Stoffe erst durch UV-Licht zu Allergenen verändert werden.

Für Menschen, die an den hier beschriebenen Symptomen leiden, sollten Sonnenlicht möglichst meiden und ärztlichen Rat in Anspruch nehmen. Da sich das Sonnenlicht natürlich nicht immer komplett vermeiden lässt, ist es ratsam, ein Hautpflegeprodukt mit hohem LSF zu verwenden, das nicht nur UV- sondern auch Infrarotstrahlen filtert.

Quelle: haut.de

Share This