Wissenswertes zu Körperpflege und Kosmetik
Inhaltsstoffe eines Komsetiksprodukts

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Inhaltsstoff

SODIUM BENZOATE

Deutsche Bezeichnung

Natriumbenzoat, Natriumsalz der Benzoesäure; Lebensmittelzusatzstoff: E 211

Weitere Bezeichnungen und Angaben zur chemischen Identifikation

Chemische Identifikation

CAS-Nummer: 532-32-1

EINECS/ELINCS-Nummer: 208-534-8

Beschreibung/chemische Bezeichnung (international/englisch)

Sodium benzoate

Regelung in der EG-Kosmetik-Verordnung (Anhang/lfd. Nr.):

V/1


Funktion(en) dieses Inhaltsstoffs in kosmetischen Mitteln

KONSERVIEREND

schützt kosmetische Produkte vor mikrobiellem Verderb.

KORROSIONSHEMMEND

verhindert die Korrosion der Verpackung (z. B. durch Rost).

MASKIEREND

verringert oder hemmt einen unerwünschten Eigengeruch oder Eigengeschmack des Produkts.


Vorkommen in Kosmetika

diverse konservierte Kosmetika


Vorkommen in anderen Produkten

Arzneimittel und Medizinprodukte, Feuchttücher, Frost- und Korrosionsschutzmittel, Lebensmittel


Hintergrundinformationen zum Einsatz in Kosmetika

Benzoesäure ist eine aromatische Carbonsäure. Bezoesäure ist es weißes, kristallines Pulver. Sie besteht aus einem Phenylrest mit einer Carboxylgruppe. Benzoesäure, ihre Salze und ihre Ester werden als Konservierungsmittel in Kosmetika eingesetzt. Dabei handelt es sich um ein wasserlösliches Konservierungsmittel, das im sauren Bereich wirksam ist. Im Bereich kosmetischer Produkte zeigt es eine gute Wirksamkeit gegen Hefen und Schimmelpilze.

In der Natur kommt Benzoesäure im Benzoeharz vor, nach welchem die Bezoesäure benannt ist. Das Harz stammt von Styraxbäumen Indiens und Malaysias, den "Styrax benzoin" aus der Familie der Styraxgewächse. Benzoesäure wird heute durch chemische Reaktion aus Toluol synthetisiert.

Darüber hinaus kommt Benzoesäure als organische Säure in einigen Früchten vor; so enthalten zum Beispiel Preiselbeeren, Heidelbeeren u. a. Früchte eine geringe Menge Benzoesäure. Da Bezoesäure das Wachstum von Hefen und Bakterien hemmt, ist sie auch unter der Bezeichung E210 zur Konservierung bestimmter Lebensmittel zugelassen.

Die Salze und Ester der Benzoesäure werden als Benzoate bezeichnet und kommen z. B. als Natrium-, Kalium- und Calcium-Benzoat vor. Innerhalb der Kosmetik werden sie als Konservierungsmittel verwendet. Die Benzoesäureester verfügen teilweise über einen Riechstoffcharakter, der in der Parfüm- und Aromen-Industrie zum Einsatz kommt, wie zum Beispiel Benzylbenzoat, Ethylbenzoat und Methylbenzoat.


Weitere Informationen

"Konservierung kosmetischer Mittel - pro und contra?" - Stellungnahme der GDCh-Arbeitsgruppe "Kosmetische Mittel" (März 2010)

"Arten der Konservierung kosmetischer Mittel" - Stellungnahme der GDCh-Arbeitsgruppe "Kosmetische Mittel" (Februar 2012)

Zur Aufklärung eines Verdachts auf eine Kontaktallergie kann dieser Stoff routinemäßig im Epikutantest beim Hautarzt getestet werden (DKG-Epikutantestreihe "Konservierungsmittel" und "Nachtestung bei Reaktion auf Perubalsam").


Gehört zu folgenden Stoffgruppen

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