Wissenswertes zu Körperpflege und Kosmetik

Sonderthema: Dauerwelle

Mit der Volumenwelle zur Löwenmähne

Sollen ganze Unterpartien der Frisur stärker geformt werden als das Deckhaar, ist die Volumenwelle das Mittel der Wahl. Diese Umformung eignet sich besonders für Frisuren, die mehr Fülle und Volumen benötigen. Langes Haar lässt sich so leicht in eine attraktive Löwenmähne verwandeln.

Für alle Typen von Dauerwellen gilt, dass bei allen Arbeiten mit Dauerwellmitteln und Fixierungen Handschuhe getragen werden sollten. Außerdem sind die ausführlichen Warnhinweise und die Gebrauchsanleitungen zu beachten.

In den Achtzigern war die so genannte saure Dauerwelle sehr beliebt. Sie ist seit 1994 verboten. Gegenüber dem Inhaltsstoff Glycerolmonothioglykolat (GMTG) waren Sensibilisierungen, also Allergien, beobachtet worden. Allergische Reaktionen traten auch gegenüber einer weiteren Substanz namens Pyrogallol auf. Der Einsatz dieses Stoffes ist bereits seit 1993 in Wellmitteln verboten.

Spezialprodukte

Dauerwell-Vorbehandlungsmittel: Ist das Haar durch Umwelteinflüsse oder frühere chemische Behandlungen, wie z. B. Färben oder Blondieren, stark strapaziert und nicht einheitlich beschaffen, ist eine vorhergehende Behandlung notwendig, um Haarbruch zu vermeiden. Spezielle Vorbehandlungsmittel werden vor der Dauerwelle in das gewaschene, handtuchtrockene Haar gegeben. Auf diese Weise sollen Strukturunterschiede ausgeglichen und das geschädigte Haar soweit stabilisiert werden, dass es einer erfolgreichen Wellbehandlung wieder zugänglich wird.

Dauerwell-Zwischenbehandlungsmittel: Nach dem Reduktionsprozess ist das Haar – je nach Vorschädigung – mehr oder weniger stark gequollen (bis zu 100 Prozent), in der Länge schrumpft es dabei etwas. Eine Wiederverknüpfung der Schwefelbindungen in stark gequollenem Zustand ist jedoch nur unzureichend. Durch die Anwendung einer Zwischenbehandlung wird das Haar wieder „entquollen“, das verbessert die Haltbarkeit der Dauerwelle wesentlich, insbesondere in stark geschädigten Bereichen.

Dauerwell-Nachbehandlungsmittel: Nachbehandlungsmittel sollen die Schuppenschicht des Haares stabilisieren und härten. Dafür sorgen kationische Polymere und Proteine in Kombination mit organischen Säuren. Auf diese Weise lässt sich auch ein unerwünschter Nebeneffekt verhindern: die „schleichende Oxidation“, hervorgerufen durch Fixierlösungsreste. Das Lockenbild wird dadurch schöner, Sprungkraft und Haltbarkeit der Dauerwelle können wesentlich verbessert werden.

Shampoos und Haarkuren: Durch zu häufige oder unsachgemäße Dauerwellbehandlungen kann das Haar sehr strapaziert werden. Es ist dann glanzlos, rau, strohig und im nassen Zustand nur schwer kämmbar. Auf die besonderen Bedürfnisse von dauergewelltem Haar ist eine Reihe von Spezialprodukten zugeschnitten. Shampoos für geschädigtes Haar enthalten milde und schonende Tensidmischungen, hohe Anteile an Strukturverbesserern sowie häufig Proteine und Panthenol. Auch spezielle Haarkuren zur Pflege von stark strapaziertem Haar sowie Intensivkuren, meist in Cremeform, mit hohen Anteilen an Pflegemitteln können für strapaziertes Haar hilfreich sein.

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