Wissenswertes zu Körperpflege und Kosmetik

Haarentfernung

Laser- und Lichtbehandlungssysteme

Laser

Die gängigste Methode der dauerhaften Haarentfernung ist die mit Hilfe eines Lasers. Sie darf nur von dafür ausgebildeten Fachkräften vorgenommen werden und ist nichts für Laien! Es besteht das Risiko von unschönen Pigmentverschiebungen oder gar Verbrennungen. Das Haar wird großflächig Laserpulsen ausgesetzt, Ziel der Pulse ist die Haarwurzel. Sie absorbiert die Energie des Laserlichts und wandelt sie in Wärme um. Die Folge: Durch die lokale Wärmeentwicklung verödet die Haarwurzel und kann nicht mehr weiterwachsen.
Zum Teil kommt es aber auch nur zur Verlangsamung des Haarwuchses. Diese Methode funktioniert nur bei pigmentierten, also dunklen Haaren bzw. Haaren mit dunkler Wurzel, da der Farbstoff Melanin die Energie aufnimmt und an die Haarwurzel weiterleitet. Unpigmentierte, weiße Haare lassen sich so nicht entfernen, blonde und rote nur schlecht.

Als Enthaarungslaser kommen verschiedene Lasertypen zum Einsatz: Länger gepulste Festkörperlaser wie der Alexandrit-, der Nd:YAG- und der Rubinlaser (bis 50 msec.) sowie Diodenlaser. Laser verfügen über eine fest vorgegebene Wellenlänge: Rubinlaser 694 nm, Alexandritlaser 755 nm, Diodenlaser 808 nm sowie Nd:YAG Laser 1064 nm. Je nach Haar- und Hautfarbe sowie Haartyp muss man mit dem Laser deshalb etwas Glück haben, die richtige – die optimale Wellenlänge zur Verfügung zu haben. Bei dunkleren Hauttypen sollte eine Laserbehandlung nur sehr zurückhaltend durchgeführt werden.

Mindestens eine verlangsamende Wirkung auf das Haarwachstum gilt inzwischen für viele der Systeme als gesichert. Wehrmutstropfen: Auch die Laserbehandlung kann ein wenig schmerzhaft sein. Die Schmerzhaftigkeit ist aber in der Regel nur gering ausgeprägt.

Nebenwirkungen der Behandlung können sein: leichtes Brennen, leichte Schmerzen, Rötung und Schwellung für ein bis zwei Stunden nach der Behandlung, gelegentlich auch Schorf-/Krustenbildung für Stunden bis zu einigen Tagen; selten: Entzündungen.
Kühlung und anschließendes Auftragen eines Gels können die Nebenwirkungen minimieren. Bei bis zu 15 Prozent der Behandelten rechnet man mit zeitweiligen Pigmentierungsstörungen für ein bis drei Monate. Schorf (Krusten) nicht entfernen, sonst besteht die Gefahr der Narbenbildung.

Sonnenbank und intensive Sonnenbäder sind vor der Epilation für mehrere Wochen tabu. Sonst könnte es im Behandlungsareal zu hellen oder dunklen Flecken (Pigmentverschiebungen) kommen. Und auch nach der Behandlung sollte intensive Sonnenbestrahlung für einige Wochen gemieden werden. Ist der Aufenthalt in der Sonne nicht zu vermeiden, sollte eine Sonnenschutzcreme mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 20 benutzt werden.

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