
Gemüseliebhaber bekommen weniger Hautkrebs. Diese gute Nachricht in Sachen Ernährung und UV-Schutz haben australische Wissenschaftler für uns. Sie hatten zwischen 1992 und 2002 rund 1.360 Erwachsene im Alter zwischen 25 und 75 Jahren in Nambour, Australien, auf Hauttumore untersucht. Außerdem wurden die Teilnehmer anhand von 38 Lebensmittelgruppen nach ihren Ernährungsgewohnheiten befragt.
Die Forscher identifizierten zwei Ernährungsmuster. Diejenigen in Gruppe eins liebten rotes Fleisch und Fleischwaren und griffen häufig zu fetthaltigen Nahrungsmittel, Snacks und Auszugsmehlprodukten. Der Speiseplan von Gruppe zwei wurde von Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Fisch und fettarmen Milchprodukten dominiert. Der anschließende Abgleich mit den Hauttumordaten zeigte: Fleisch- und Fettesser haben ein deutlich erhöhtes Risiko Plattenepithelkarzinome (Spinaliome) zu entwickeln. Besonders risikoreich ist das Fleisch und Fett Ernährungsmuster für Personen, die bereits einmal ein Spinaliom hatten.
Ein hoher Obst- und Gemüseverzehr senkte dagegen das Risiko für Plattenepithelkrebs um 54 Prozent. Besonders grüne Gemüse wie Spinat und Salat besitzen danach eine Schutzwirkung. Das, so vermuten die australischen Forscher, sei wahrscheinlich auf den hohen Gehalt an Substanzen in diesen Lebensmitteln zurückzuführen, die krebsvorbeugende Eigenschaften besitzen. Auch Grunddaten wie Hautfarbe und Sonnenexposition wurden in der Studie berücksichtigt.
Einen Zusammenhang von Ernährungsgewohnheiten und dem Risiko für die Entstehung von Basalzellkarzinomen (Basaliome) konnten die Wissenschaftler aus ihren Daten jedoch nicht ableiten.
haut.de
Quelle: T. I. Ibiebele et al.: "Dietary pattern in association with squamous cell carcinoma of the skin: a prospective study", American Journal of Clinical Nutrition 2007, 85: 1401-1408