| Akne |
Hauterkrankung, die in der Pubertät etwa 80 % der Bevölkerung betrifft, aber auch als Spätakne (Erwachsenenakne) bis ins vierte Lebensjahrzehnt vorkommt. Leichte Formen mit Mitessern und wenigen entzündeten Pickeln sind häufig ohne Medikamente durch eine angepasste Hautpflege in den Griff zu bekommen. Bei schwererer Akne ist eine ärztliche Behandlung nötig. Die richtige Hautreinigung und -pflege kann deren Wirkung unterstützen. |
| Anti-Ageing |
Unter Anti-Ageing fasst man alle Maßnahmen von Ernährung über Lebensführung bis hin zu Medikamenten und Operationen zusammen, welche die Alterungsprozesse des Körpers verlangsamen oder ggf. rückgängig machen sollen. In Bezug auf die Haut ist die verbreitetste Maßnahme die Anwendung von Anti-Falten-Cremes. Diese enthalten Wirkstoffe wie z. B. Vitamine, Coenzyme, Peptide und Phytohormone, die den Hautregenerationsprozess stimulieren. |
| Antioxidantien |
Radikalfänger; Substanzen, die freie Radikale unschädlich machen können. In der Haut wirken vor allem die Vitamine A, C und E, Glutathion, Superoxiddismutase sowie sekundäre Pflanzenbegleitstoffe oder Coenzym Q10 als Radikalfänger.
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| Barrierefunktion |
Eine intakte Hautbarriere verhindert die Austrocknung der Haut und schützt vor dem Eindringen von Schad- oder Reizstoffen und Krankheitserregern in den Körper. Die Barrierefunktion wird zum größten Teil von der oberflächlichen Hornschicht der Haut erfüllt, wo die backsteinartig aufgeschichteten Hornzellen (Corneozyten) zusammen mit einem komplexen Gemisch aus hauteigenen Lipiden in den Zwischenräumen eine für die meisten Stoffe kaum durchdringbare Abdichtung bewirken. Auch das Gemisch von Schweiß und Talg, das als Hydrolipidfilm die Hautoberfläche bedeckt, trägt zur Barrierefunktion bei. |
| Basalzellen |
Unterste Zelllage in der Oberhaut. Hier werden durch Zellteilung ständig neue Hautzellen (Keratinozyten) gebildet.
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| Cellulite |
Bedingt durch eine Bindegewebsschwäche auftretende Hautunebenheiten (Dellen), verursacht durch Zunahme von Fettpolstern in der Subkutis (siehe Unterhautfettgewebe). Es liegt eine verminderte Durchblutung sowie Versorgung der Lymphbahnen vor. Außerdem findet ein verlangsamter Stoffwechsel statt. Cellulite ist durch Hautpflege nur eingeschränkt beeinflussbar. Der Massageeffekt beim Eincremen wirkt sich zusätzlich positiv auf die Fettverbrennung und die Bildung elastischer Fasern aus und verbessert so das Erscheinungsbild der Haut. Sport und gesunde Ernährung können maßgeblich zu einer Verbesserung beitragen. |
| Ceramide |
Lipide mit wichtigem Barriereeffekt in der Hornschicht, bilden zusammen mit Fettsäuren und Cholesterol die abdichtende Kittsubstanz zwischen den Hornzellen. Ceramidmangel kann bei Neurodermitis und im Alter die Ursache trockener Haut sein |
| Cholesterol |
Wichtiges Barrierelipid der Haut. Seine Vorstufe, Cholesterolsulfat, wird in der Epidermis produziert und in der Hornschicht zu Cholesterol (Cholesterin) umgewandelt. |
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| Collagen |
Festeres Fasereiweiß in der Dermis, verleiht dem Bindegewebe Zugfestigkeit. Mit zunehmendem Alter, aber auch durch Umwelteinflüsse oder übermäßige UV-Bestrahlung kommt es zu Collagenabbau und damit zu abnehmender Straffheit der Haut: Erste Fältchen bilden sich. Als Inhaltsstoff von Kosmetika ist Collagen eine Feuchthaltesubstanz und Wirkstoff bei reifer Haut. Es bildet einen wasserbindenden Film auf der Haut. Die Haut fühlt sich dadurch glatter an und es entsteht ein angenehmes Hautgefühl. |
| Corneozyten |
Abgestorbene Hautzellen in der Hornschicht, die unten noch fest miteinander verbunden sind. Sie bilden zusammen mit den Lipiden die Barriereschicht aus. Zur Hautoberfläche hin lösen sich die Verbindungen allmählich auf, so dass sich die Corneozyten als mikroskopisch kleine Einzelzellen lösen. Ca. 0,5 g Hornzellen verliert der Mensch täglich. Bei trockener Haut ist die Abschuppung der Corneozyten gestört. Als Folge lösen sich von der Oberfläche Zellverbände, die mit bloßem Auge als Schuppen sichtbar sind. ähnliche Symptome können auch bei Hautentzündungen (siehe Dermatitis) ausgelöst werden |
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| Depilation |
Haarentfernung durch mechanische Mittel (Rasur, Ausreißen mit Wachs, Auszupfen, Abschneiden), chemische Mittel (Auflösen des Keratins), oder dauerhaft durch Verödung der Haarwurzeln mit Hitze, elektrischem Strom oder Laser. |
| Dermatitis |
Oberbegriff für alle lokalen Entzündungsreaktionen der Haut. Die Dermatitis wird gegliedert in Kontaktdermatitis, Ekzem und andere Formen der Dermatitis. Der Begriff Ekzem wird weiter unterteilt in das atopische Ekzem (Neurodermitis), das IgE-assoziiert ist (IgE = allergenspezifische Immunglobulin-E-Antikörper) und in Kombination mit Asthma bronchiale und Rhinokonjunktivitis (Heuschnupfen) auftreten kann, und in das nichtatopische Ekzem, das nicht IgE-assoziiert ist und ohne Asthma bronchiale bzw. Rhinokonjunktivitis vorkommt. |
| Dermis |
Die Dermis, auch Lederhaut genannt, ist ca. 1 mm dick. In dem Bindegewebe, das für die Elastizität der Haut sorgt, verlaufen die Blutgefäße, die die Haut versorgen. Die Dermis trägt Nervenbahnen und Sinnesorgane für die Wahrnehmung von Temperatur-, Schmerz- und Tastreizen. Schweiß- und Talgdrüsen sowie die Haarwurzeln liegen ebenfalls in der Lederhaut. Die Dermis besteht aus der oberen Papillarschicht (Stratum Papillare) und der darunter liegenden Retikularschicht (Stratum Reticulare). Die Papillarschicht ist reich an Zellen, Blutkapillaren, elastischen Fasern und Nervenenden. Sie ragt mit ihren Papillen in die Epidermis und verbindet so die Dermis mit der Epidermis und versorgt letztere mit Nährstoffen. Die Retikularschicht besteht aus kräftigen, miteinander verwobenen Kollagenfaserbündeln und elastische Netze. Sie enthält außerdem Blutgefäße, Schweißdrüsen, Haarfollikel und größere Nerven. |
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| Ekzem |
Hautentzündung; siehe Dermatitis. |
| Elastin |
Elastisches Fasereiweiß in der Dermis, das für die Hautelastizität verantwortlich ist; kommt zu 2 bis 4 % im Bindegewebe der Haut vor. In Hautpflegeprodukten wirkt es hautglättend und verbessert die Hautfeuchtigkeit. Durch die äußerliche Anwendung von Elastin soll die körpereigene Produktion von elastischen Fasern stimuliert werden. |
| Elastizität |
Fähigkeit der Haut, sich nach Dehnung wieder zusammenzuziehen. Wichtig dafür sind die Collagen- und Elastinfasern in der Dermis. Im Alter wird weniger Elastin und Collagen in der Haut gebildet. Die Elastizität nimmt dadurch ab; die Haut wird schlaff und faltig. |
| Enzyme |
Biokatalysatoren, die den Stoffwechsel und die Auf- und Abbauprozesse in der Haut gewährleisten. In der Haut sind selbst in der Hornschicht mit ihren abgestorbenen Zellen viele Enzyme aktiv, um die Barrierefunktion der Haut aufrecht zu erhalten. |
| Epidermis |
Oberhaut; 0,1 mm dicke Zellschicht an der Oberfläche der Haut. Zu unterst liegt die Basalzellschicht, darüber die Stachelzellschicht und schließlich die Körnerzellschicht, an die sich die Hornschicht anschließt. In der Epidermis sind neben Keratinozyten und Melanozyten auch Zellen des Immunsystems (Langerhanszellen) enthalten. |
| Ernährung |
Die Haut wird von den Blutgefäßen von innen mit Nährstoffen versorgt. Von außen lassen sich die Zellen der Oberhaut mit Nährstoffen wie z. B. Vitaminen sowie Feuchthaltestoffen und Lipiden versorgen. |
| Erythem |
Rötung; Entzündungszeichen der Haut durch verstärkte Durchblutung der Hautkapillaren.
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| Fettsäuren |
Wichtige Komponenten der Barrierefunktion. Freie (z. B. die Linolsäure) und veresterte Fettsäuren bilden zusammen mit Cholesterol und Ceramiden die Lipidstrukturen (Kittsubstanz) zwischen den Hornzellen aus, die eine Austrocknung ebenso wie das Eindringen von zumeist wasserlöslichen Schad- und Reizstoffen verhindern. |
| Follikel |
Haarfollikel, Talgdrüsenfollikel; sackförmige Einstülpungen der Oberhaut bis weit in die Lederhaut hinein, die Talgdrüsen und/oder Haarbalg und -wurzel umschließen und als Pore an der Hautoberfläche münden. |
| Freie Radikale |
Aggressive Moleküle, die in der Haut (und in anderen Organen) gebildet werden. Verstärkt wird die Bildung unter Einwirkung von Reiz- und Schadstoffen, UV-Strahlung und bei Entzündungsreaktionen. Freie Radikale zerstören Zellen und Gewebe in der Haut und sind die Hauptverursacher der vorzeitigen Hautalterung. Als Schutz dienen so genannte Radikalfänger (Antioxidantien) wie z. B. Vitamin E. |
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| Glatze |
Komplettes oder teilweises Fehlen der Kopfbehaarung. Die Haarwurzeln bilden mit jedem neuen Haarzyklus kürzere und dünnere Haare, bis schließlich nur noch Flaumbehaarung oder gar kein Haar mehr wächst. Ursachen können Reaktionen auf Testosteron oder auf östrogenmangel sein (androgenetischer Haarverlust; bei erblicher Veranlagung) sowie Erkrankungen (kreisrunder Haarausfall) oder Medikamente. |
| Gänsehaut |
Beim Frieren oder unter psychischen Einflüssen ziehen sich die feinen Muskeln am Haarfollikel (Musculus arrector pili) zusammen. Dadurch bilden sich die Unebenheiten der Hautoberfläche. |
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| Haarausfall |
Normaler Vorgang im Rahmen des Lebenszyklus der Haare. Ein täglicher Verlust von etwa 50 Haaren nach der Haarwäsche zunächst mehr, an den Folgetagen weniger ist völlig normal. Stärkerer Haarausfall kann erblich bedingt sein, oder aber durch Stress, Krankheit, Mangelerscheinungen in der Ernährung oder Hormonschwankungen ausgelöst werden. Die genaue Ursache sollte immer ärztlich abgeklärt werden. |
| Haare |
Hautanhangsgebilde, die mit wenigen Ausnahmen (Lippen, Handinnenflächen, Fußsohlen) überall auf der Haut zu finden sind, entweder als Kopf-, Bart- oder Schambehaarung oder feine, kurze Flaum-(Lanugo )Behaarung. In den Haarwurzeln wird aus umgebildeten Hautzellen ähnlich wie bei der Entstehung der Hornschicht ein mehrschichtiges Gebilde produziert, das über bis zu sechs Jahren (Wachstums- bzw. Anagen-Phase) ständig wächst. Dann bildet sich die Haarwurzel zurück und das Haar verharrt zwei Wochen lang in der übergangs-(Katagen )Phase, die dann in die Ruhe-(Telogen-)Phase übergeht. Nach der Neuausbildung der Haarwurzel aus Stammzellen in der Dermis und Bildung eines neuen Haares fällt das alte Haar innerhalb von ca. drei Monaten aus. |
| Hauttyp |
Im Allgemeinen Unterscheidung von normaler, trockener und fettiger Haut. Dermatologen sprechen vom Hautzustand. Darüber hinaus kann die Haut unabhängig vom Basistyp akute Zustände aufweisen wie z. B. unreine, feuchtigkeitsarme, empfindliche oder anspruchsvolle Haut, die entweder durch veränderte Lebensgewohnheiten oder den natürlichen Alterungsprozess hervorgerufen werden. Im eigentlichen Sinn Pigmentierungstyp: von Typ I (sehr hellhäutig) bis in Mitteleuropa Typ IV (dunkle Haut). |
| Hornschicht |
Stratum corneum: Oberste Schicht der Haut, in der die aus der Epidermis stammenden Hautzellen als abgestorbene Zellskelette in einer abdichtenden Lipidmasse (siehe Fettsäuren) eingebettet sind. |
| Hydrolipidfilm (siehe auch Säureschutzmantel) |
Oberflächliche Schicht aus Schweiß und Talg, die die Haut vor Austrocknung und dem Eindringen von Schad- und Reizstoffen sowie schädlichen Mikroorganismen schützt und sie glättet. |
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| Immunsystem |
Die Haut ist ein wichtiger Teil des Immunsystems. Mit ihrem Säureschutzmantel wehrt sie Krankheitserreger ab. Die Mastzellen und die Langerhanszellen stehen über das Lymphsystem und die Blutgefäße im Austausch mit dem körpereigenen Immunsystem. Sie sind für die Abwehr von Krankheitserregern wichtig, aber auch für etwaige allergische Reaktionen verantwortlich. |
| Irritation |
Reizung der Haut durch äußere Einflüsse, z. B. starkes Sonnenlicht, sehr trockene Luft, Temperaturschwankungen oder reizende Stoffe. Es kommt als Reaktion zu einer Dermatitis mit charakteristischen Symptomen wie Rötung und Schwellung der Haut sowie Juckreiz; bei schwerem Verlauf teils auch mit Bildung von Pusteln, Papeln, Bläschen oder Quaddeln; heilt mit Schuppung der Haut ab. |
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| Jahreszeiten |
Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Sonneneinstrahlung sind die wesentlichen Faktoren, die in den verschiedenen Jahreszeiten die Haut beeinflussen. Kalte, trockene Luft und wenig Sonne im Winter machen die Haut trockener und empfindlicher und damit anspruchsvoller hinsichtlich der Pflege als im Sommer.
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| Kapillaren |
Feinste Blutgefäße unter der Hautoberfläche. Lederhaut und Unterhautfettgewebe sind mit einem dichten Kapillarnetz durchzogen. Es dient einerseits der Versorgung des Hautgewebes mit Sauerstoff und Nährstoffen sowie dem Abtransport von Stoffwechselabbauprodukten, andererseits auch der Temperaturregulation, in dem das wärmere Blut aus dem Körperinneren an der Hautoberfläche abgekühlt wird. |
| Keratin |
Fasereiweiß, Strukturbestandteil von Haut, Haaren und Nägeln. Wird von den Keratinozyten gebildet. |
| Keratinozyten | Keratinozyten sind der in der Epidermis (Oberhaut) der hauptsächlich (zu mehr als 90 Prozent) vorkommende Zelltyp; produzieren Keratin. Sie werden in der Basalzellschicht gebildet, reifen im Lauf von zwei Wochen heran, sterben dann ab und bleiben als Corneozyten weitere zwei Wochen in der Hornschicht, bevor sie an der Oberfläche abschilfern. |
| Keratolytisch |
Hornlösend. Keratolytische Wirkstoffe wie Harnstoff, Salicylsäure, Milchsäure und Vitamin-A-Säure lösen die Bindungen zwischen den Hornzellen und wirken so hautglättend und schuppenlösend und können gegen verdickte Hornhaut und Hühneraugen eingesetzt werden. Mechanische Keratolyse durch Rubbeln mit Schleifpartikeln wird oft auch gegen Mitesser bei Akne angewendet. |
| Komedo |
Siehe Mitesser. |
| Körnerschicht | Stratum granulosum oberer Bereich der Oberhaut (Epidermis) am übergang zur Hornschicht. |
| Körpergeruch | Unangenehmer Geruch durch bakterielle Zersetzung von Schweiß und Ausscheidungsprodukten der Duftdrüsen. Schwefelhaltige Verbindungen und Fettsäuren erzeugen einen leicht säuerlichen, ranzigen bis stechenden Geruchseindruck. Frischer Schweiß ist völlig geruchlos. |
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| Langerhanszellen | Abwehrzellen (Verwandte der weißen Blutkörperchen) in der Oberhaut; vernichten eindringende Krankheitserreger und sind auch an der Auslösung von Allergien beteiligt. |
| Lederhaut |
Siehe Dermis. |
| Lichtschwiele |
Verdickung der Hornschicht unter Einwirkung von Sonne als natürlicher UV-Schutz. Bis zur Vollausbildung, die unabhängig von der Bräunung einen Lichtschutzfaktor von ca. 4 vermittelt, muss die Haut vier Wochen lang regelmäßig ohne Sonnenbrand der Sonne ausgesetzt worden sein. |
| Lipide |
Sammelbegriff für Fettstoffe (siehe auch Fettsäuren). Schützen die Haut vor Umwelteinflüssen und Austrocknung. Als Wirkstoffe spenden sie Feuchtigkeit und glätten die Hautstruktur. |
| Lippen |
Grenzbereich zwischen Haut und Schleimhaut ohne Talgdrüsen und Pigmentzellen und deshalb besonders empfindlich gegen Austrocknung, Reizung und UV-Strahlung. |
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| Melanin |
Farbstoff der Haut und der Haare. Dient als natürlicher UV-Filter. Die Menge, die gebildet werden kann, und das Verteilungsmuster in den Hautzellen sind genetisch festgelegt (Hauttyp). Blasse Haut mobilisiert bei der ersten UV-Bestrahlung als Soforthilfe farblose Melaninvorstufen für eine geringfügige Bräunung innerhalb weniger Stunden. Gleichzeitig wird Melanin auch neu gebildet. Die Mischung von Eumelanin (braun-schwarz) und Phäomelanin (gelblich) und die Art der Verteilung (feinkörnig oder in Form von Blättchen) bestimmen die Pigmentierung der Haut sowie die Haarfarbe. Durch übermäßige Sonnenexposition und besonders im Alter tritt häufig eine ungleichmäßige Pigmentierung auf (Altersflecken). |
| Melanozyt |
Pigmentzelle in der Epidermis. Produziert bei Sonneneinwirkung Melanin und verteilt es durch zahlreiche Zellfortsätze an die benachbarten Keratinozyten. |
| Mikroflora |
Besiedelung der Haut mit Bakterien und Pilzen. Es handelt sich überwiegend um harmlose Mikroorganismen, die als negativen Effekt allerdings den Körpergeruch erzeugen. Sie tragen zum natürlichen Schutz gegen Hautinfektionen bei, indem sie Krankheitserreger verdrängen. Schweiß, Talg und abgestorbene Hautschüppchen dienen ihnen als Nahrung. Sie sind gut an den pH-Wert des hauteigenen Säureschutzmantels angepasst. |
| Mitesser |
Komedo; durch Talg, Schmutz und abgestorbene Hautzellen verstopfte Poren; zunächst weiß, mit der Zeit durch Oxidation an der Luft braun bis schwarz verfärbt. In ihnen können sich Aknebakterien vermehren und zur Entzündung mit Rötung und Eiterbildung führen. Mitesser sollten nicht ausgedrückt werden. |
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| Nagelhaut |
Schutzhaut als Fortsetzung des Nagelfalzes, die die empfindliche Nagelmatrix vor schädlichen äußeren Einflüssen schützt. Sie sollte nicht abgeschnitten oder anderweitig verletzt werden. |
| Natürlicher Feuchthaltefaktor |
Natural Moisturizing Factor (NMF); Gemisch aus Stoffwechselprodukten (Harnstoff, Milchsäure, Aminosäuren) der Hornschicht, Schweiß und Talg, das Feuchtigkeit in der Haut auf natürliche Weise bindet und so das Austrocknen der Haut verhindert und diese geschmeidig hält. |
| Nägel |
Keratinplatten, die als Schutz und Greifhilfe die Oberseiten der Finger- und Zehenendglieder bedecken. Die Nagelsubstanz wird in der Nagelmatrix am Grund des Nagelfalzes gebildet und wächst kontinuierlich über dem Nagelbett. |
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| Oberhaut |
Siehe Epidermis. |
| Orangenhaut |
Siehe Cellulite. |
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| pH-Wert |
Messzahl für Säure- bzw. Baseneigenschaft von wässrigen Lösungen. Der Wert kann zwischen 0 (sauer) und 14 (alkalisch) liegen. Die Mitte (7) kennzeichnet den Neutralpunkt, niedrige Werte Säuren, hohe Laugen. Je weiter der Wert vom Neutralpunkt entfernt ist, desto stärker ist die Säure bzw. die Lauge. Wasser hat den pH-Wert 7, Blut 7,4, Magensaft 1 bis 2 und die Hautoberfläche abhängig von der Körperregion meist Werte zwischen 4,5 und 6,0. |
| Pigment |
Farbstoff; in der Haut ist Melanin das farbbestimmende Pigment. Zur Hautfarbe tragen außerdem die Dicke der Haut sowie ihre Durchblutung und damit das Hämoglobin (roter Blutfarbstoff) bei. |
| Pore |
Austrittsöffnung der Talgdrüsen. Die Austrittsöffnungen der Schweißdrüsen sind mit bloßem Auge nicht zu sehen. |
| Pruritus | Juckreiz, Entzündungszeichen der Haut. |
| Puffer |
Gemisch aus Substanzen, das starke pH-Wert-Veränderungen in wässrigen Lösungen bei Zugabe von Säuren oder Laugen verhindert. Im lebenden Gewebe sind Puffer wichtig, um die lebensnotwendige Konstanz des pH-Wertes aufrecht zu erhalten. Chemisch gesehen sind Puffer die Salze schwacher Säuren mit starken Laugen oder umgekehrt. In der Haut bestimmt der Milchsäurepuffer (Milchsäure und sein Natriumsalz) das System zur Stabilisierung des pH-Wertes. |
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| Quellung |
übermäßige Wasseraufnahme der Hornschicht durch Kontakt mit Wasser, Seife oder Laugen über längere Zeit; vermindert die Barrierefunktion und führt zur Austrocknung und erhöhter Empfindlichkeit der Haut. |
| Radikalfänger |
Antioxidantien; Substanzen, die freie Radikale unschädlich machen können. In der Haut wirken vor allem die Vitamine A, C und E sowie Glutathion und Superoxiddismutase als Radikalfänger. |
| Repairsystem | Reparatursystem für Erbgutschäden in der Haut nach Einwirkung von UV-Strahlung. Schadhafte Stellen im Erbgut werden durch Enzyme erkannt, ausgeschnitten und durch korrekte neue Stücke ersetzt. übersteigen die Schäden die Reparaturkapazität des Systems, wird der programmierte Zelltod eingeleitet und so die Teilung (Vermehrung) erbgutveränderter Zellen verhindert. |
| Rückfettung |
Konzept zur Vermeidung von Austrocknung und Entfettung der Haut beim Reinigen. Die kosmetischen Mitteln zugesetzten Lipide ersetzen das abgewaschene Hautfett.
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| Schuppen |
Störung der normalen Ablösung der Corneozyten an der Oberfläche der Haut. Die Verbindungen zwischen den einzelnen Hornzellen werden beim Durchlaufen der Hornschicht allmählich aufgelöst. Bleibt dies aus, z. B. bei trockener Haut, lösen sich ganze Hornzellverbände, die als Schuppen sichtbar sind. Fettige Schuppen treten häufig auf dem Kopf und als Folge eines übermäßigen Wachstums des Hefepilzes Malassezia durch die Produktion entzündungsauslösender Stoffwechselprodukte des Mirkoorganismus auf. Malassezia ist normaler Bestandteil der Mikroflora der Haut. |
| Schweiß |
Ausscheidung der Schweißdrüsen, besteht zu 99 % aus Wasser mit Beimischungen von Salzen und Stoffwechselendprodukten. Trägt zur Temperaturregulation bei und liefert natürliche Feuchthaltefaktoren. Bildet zusammen mit dem Talg den Hydrolipidfilm der Haut. |
| Stinging | Stechen und Brennen der Haut ohne andere Entzündungszeichen als Folge von Hautkontakt mit bestimmten Stoffen; tritt bei ca. 20 % der Bevölkerung in der Regel in der Nasenfalte und an den Mundrändern auf, überwiegend bei Frauen; klingt nach ca. 10 Minuten wieder ab. |
| Säureschutzmantel (Hydrolipidfilm) |
Eigenschaft der Haut, an der gesamten Oberfläche einen schwach sauren pH-Wert von durchschnittlich 5,0 bis 5,5 zu erhalten; auch Hydrolipidfilm genannt. Der Säureschutzmantel trägt zum Schutz vor Krankheitserregern und Austrocknung sowie vor dem Eindringen von Schad- und Reizstoffen bei. |
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| T-Zone | Fettigerer Bereich in der Gesichtmitte von der Stirn über die Nase bis zum Kinn. Durch das Fett glänzt die Haut und neigt verstärkt zu Mitessern und Pickeln. Ist der Unterschied der Fettigkeit zwischen T-Zone und restlichem Gesicht stark ausgeprägt, spricht man von Mischhaut. |
| Talg |
Fettige Ausscheidung der Talgdrüsen, der die Oberfläche von Haut und Haar glättet und schützt. Bildet zusammen mit dem Schweiß den Hydrolipidfilm der Haut. |
| Talgdrüsen | Vom Kopf abwärts nimmt die Zahl der Talgdrüsen, die sich an den Haarwurzeln in der Lederhaut befinden, stetig ab; die Fußsohlen und Handinnenflächen besitzen überhaupt keine. Bei zu niedriger Talgproduktion wird die Haut trocken, rissig und spröde. Gesunde Talgdrüsen der Kopfhaut sondern täglich etwa ein Gramm Talg ab. Erzeugen die Drüsen zuviel Talg oder sind sie verstopft, entstehen Pickel und Mitesser (siehe Komedo). |
| Unterhautfettgewebe |
Subcutis; unterste Hautschicht, die als Speicherorgan für Fett dient und damit auch zur Kälteisolierung und mechanischen Polsterung der Haut beiträgt. Die Subcutis besteht aus lockerem Bindegewebe mit eingelagertem Fettgewebe. Sie enthält Blutgefäße und Nerven. Manche Bereiche enthalten mehr Fett (z. B. der Bauchbereich) als andere Körperbereiche. Die Haut der Nasenspitze ist vollkommen fettfrei. |
| Urticaria |
Nesselsucht; Hautausschlag durch Histaminausschüttung, z. B. bei Kontakt mit Brennnesseln, Insektenstichen und -bissen, Allergien. |
| UV-Licht |
Ultraviolettes Licht; kurzwelliger, für das menschliche Auge nicht sichtbarer Teil des Sonnenlichtes. UV-A- und UV-B-Strahlung verursachen positive (Bräunung, Vitamin-D-Synthese, Lichtschwiele) und negative Wirkungen (kurzfristig: Sonnenbrand, phototoxische und photoallergische Reaktionen, Mallorca-Akne, polymorphe Lichtdermatose; langfristig: Hautalterung, Hautkrebs). |
| Verhornung |
Umwandlung lebender Keratinozyten in Corneozyten unter Absterben der lebenden Zellen. |
| Wasser |
Wichtiger Bestandteil im Körper einschließlich der Haut. Der Wassergehalt der Hornschicht liegt normalerweise mit 12 % deutlich unter dem der lebenden Gewebe darunter (67 %). Für die Konstanterhaltung des Wassergehaltes sorgt die Barrierefunktion der Hornschicht, der Hydrolipidfilm und die natürlichen Feuchthaltefaktoren. |
| Xerodermie |
Trockene Haut. |
| Zinkpyrithion |
Wirkstoff gegen Pilze und Bakterien die Schuppen verursachen. Zinkpyrithion wirkt desinfizierend und hemmt die Zellteilung. |
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