Wissenswertes zu Körperpflege und Kosmetik
Inhaltsstoffe eines Komsetiksprodukts

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Inhaltsstoff

COCAMIDOPROPYL BETAINE

Deutsche Bezeichnung

Cocamidopropylbetain, Abkürzung: CAPB; Kokosfettsäure-Amidopropylbetain

Weitere Bezeichnungen und Angaben zur chemischen Identifikation

Chemische Identifikation

CAS-Nummer: 61789-40-0

EINECS/ELINCS-Nummer: 263-058-8/931-29

Beschreibung/chemische Bezeichnung (international/englisch)

1-Propanaminium, 3-amino-N-(carboxymethyl)-N,N-dimethyl-, N-coco acyl derivs., hydroxides, inner salts


Funktion(en) dieses Inhaltsstoffs in kosmetischen Mitteln

ANTISTATISCH

verringert elektrostatische Aufladungen (z. B. der Haare).

HAARKONDITIONIEREND

macht das Haar leichter kämmbar, geschmeidig, weich und glänzend und verleiht ihm Volumen.

REINIGEND

reinigt Haut, Haare oder Zähne.

SCHAUMVERSTÄRKEND

verbessert die Schaumqualität durch Verstärkung von Volumen, Gefüge und/oder Beständigkeit.

TENSID

waschaktive Substanz/verbessert die gleichmäßige Verteilung der Produkte bei der Anwendung.

VISKOSITÄTSREGELND

erhöht oder verringert die Viskosität (Zähigkeit) kosmetischer Produkte.


Vorkommen in Kosmetika

reinigende Kosmetika


Vorkommen in anderen Produkten

Reinigungsmittel


Hintergrundinformationen zum Einsatz in Kosmetika

Kokosbetain ist ein amphoteres Tensid (Amphotensid) aus der Gruppe der Alkylamidobetaine. Die Wasserlöslichkeit der Amphotenside wird durch eine positive und gleichzeitig negative Ladung im Kopfteil des Moleküls bestimmt, es liegt somit ein Zwitterion vor, welches nach außen neutral ist. Amphotenside können in wässriger Lösung je nach pH-Wert als Anion oder Kation aktiv sein. Tenside setzen die Grenzflächenspannungen zwischen der zu reinigenden Oberfläche, dem Schmutz und dem Lösemittel (meist Wasser) herab, so dass sich an der Oberfläche haftender Schmutz leichter entfernen lässt.

Betaine verfügen in ihrer Molekülstruktur sowohl über eine positive als auch eine negative Ladung, sie sind nach außen hin ungeladen. Betaine können diese Ladungen nicht (wie viele typische Zwitterionen) durch Protonenwanderung ausgleichen. Sie besitzen eine gute Reinigungskraft sind leicht bakterizid, gut haut- und schleimhautverträglich, bilden einen stabilen Schaum, haben eine viskositätserhöhende Wirkung und sind biologisch abbaubar. Sie werden als Basis- und Ko-Tensid für Shampoos, Duschgele, Intim-Waschlotionen, Schaumbäder und Flüssigseifen verwendet.

Wegen ihrer guten Schleimhautverträglichkeit brennen sie nicht in den Augen und eignen sich dadurch auch für Babyshampoos und -bäder.


Weitere Informationen

Sabine Ellsässer: Körperpflegekunde und Kosmetik. Heidelberg: Springer Medizin Verlag 2008, 2. Auflage.

Zur Aufklärung eines Verdachts auf eine Kontaktallergie kann dieser Stoff routinemäßig im Epikutantest beim Hautarzt getestet werden (DKG-Epikutantestreihe "Externa-Inhaltsstoffe" und "Friseurstoffe").


Gehört zu folgenden Stoffgruppen

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