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Fake-Kosmetik kann gesundheitsschädlich sein

12. Februar 2026 | Kosmetik-Sicherheit, Kosmetik-Verordnung

Das besondere Geschenk, ob zum Valentinstag oder zum Geburtstag – eine willkommene Gelegenheit, persönliche Wertschätzung zum Ausdruck zu bringen. Aber zunehmend auch ein Risiko, wenn die Kosmetikprodukte oder Düfte im Internet geordert wurden und sich als „gefälscht“ erweisen.

Die Enttäuschung kommt häufig beim Auspacken oder bei der ersten Anwendung. Irgendwie sieht die Verpackung doch anders aus und der Duft ist auch nicht so, wie man es bei seinem Lieblingsprodukt gewohnt ist. Im schlimmsten Fall treten bei der Verwendung plötzlich Unverträglichkeiten auf. Wie kann das sein? Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass es sich bei dem vermeintlichen Schnäppchen um ein gefälschtes Kosmetikprodukt handelt.

Es ist aber nicht nur ärgerlich, für ein gefälschtes Produkt Geld ausgegeben zu haben. Verbraucherinnen und Verbraucher können sich mit dem Erwerb von Beauty-Fakes auch einem erhöhten Gesundheitsrisiko aussetzen. Denn in den Plagiaten können nicht selten auch Substanzen enthalten sein, deren Verwendung in kosmetischen Produkten innerhalb der EU verboten sind. Diese können auch über Verunreinigungen von Inhaltsstoffen oder den Produktionsprozess in die Produkte gelangen. Der Grund: Die Herstellung findet häufig nicht unter den gleichen technischen und hygienischen Bedingungen statt, wie sie für Kosmetikhersteller in der EU vorgeschrieben sind. Das kann gesundheitliche Folgen haben. Die Verwendung der verunreinigten Produkte kann zu Hautausschlägen, allergischen Reaktionen, Narbenbildung und anderen langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen führen.

Augen auf bei zu günstigen Online-Käufen

Kosmetik gehört zu den verbrauchernahen Produktkategorien, die besonders gern gefälscht werden. Der Zoll hat 2024 allein an deutschen Grenzen mehr als 580.000 Kosmetik- und Körperpflegeprodukte aufgegriffen, bei denen Schutz- und Markenrechte verletzt wurden. Die Dunkelziffer an gefälschter Kosmetik, die jedes Jahr unentdeckt bleibt, dürfte noch weit höher sein. Durch die Plagiate entsteht den Kosmetikherstellern ein immenser Schaden. Die Unternehmen investieren jedes Jahr mehrere Millionen Euro in die Forschung und Entwicklung, um Verbraucherinnen und Verbrauchern sichere und wirksame Körperpflege und Kosmetik anzubieten. Strikte Qualitätsvorgaben und umfassende Sicherheitsbewertungen seitens der Hersteller sorgen dafür, dass die Produkte und alle darin befindlichen Inhaltsstoffe den gesetzlichen Anforderungen genügen und gesundheitlich unbedenklich sind. Beauty Fakes profitieren von dem über Jahre aufgebauten Vertrauen in die Markenprodukte, bieten häufig jedoch weder die Qualität und Sicherheit noch das Produkterlebnis des Originals.

Zum Thema „Gefälschte Kosmetik“ gibt Birgit Huber im haut.de-Interview hilfreiche Tipps. Woran können manche Kosmetik-Fälschungen erkannt werden, welche gut lesbaren Informationen sollte ein Kosmetikprodukt ausweisen? (LINK: https://www.haut.de/kategorie/experten-geben-rat/)

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