Typisch für den Frühling – Pollenallergie – aber auch hier hat sich etwas geändert. Für viele Allergiker beginnt die Saison deutlich früher – oft schon mitten im Winter. Der Grund: Hasel- und Erlenpollen. Sie gehören zu den ersten Pollen des Jahres und sorgen regelmäßig für Beschwerden. Auslöser für Pollenallergie und Heuschnupfen ist der Blütenstaub von Bäumen, Sträuchern, Gräsern und Getreide. Aufgrund klimatischer Veränderungen dauert der Pollenflug zudem immer länger. Durch die Entzündungsreaktion leiden die Betroffenen unter Beschwerden wie Augentränen und -jucken, Fließschnupfen, entzündeter Nasenschleimhaut oder sogar an einem Asthma bronchiale. Pollenkonzentration und Allergenmenge schwanken und sind abhängig von den Umgebungsbedingungen der Pflanzen wie Temperatur, Witterung, Windverhältnisse oder Luftschadstoffe.
Meist gelangen die Pollen über Mund- und Nasenschleimhäute in den Körper. Auch anhand tränender Augen und juckender Augenpartien zeigen sich die Belastungen der Pollen in diesem Bereich. Hautirritationen an anderen Körperstellen können zudem Zeichen dafür sein, dass Pollen sogar über die Haut, also Poren und Haarfollikel, in den Organismus gelangen können – insbesondere, wenn die Hautschutzbarriere gestört ist und Hautirritationen, wie juckende, entzündliche oder aufgekratzte Hautpartien vorhanden sind. Weitere typische Hautreaktionen sind u.a. Schwellungen und Quaddeln. Ist die Haut den Reizstoffen über längere Zeit ausgesetzt, verliert sie ihre Schutzfunktion und trocknet aus. Damit es Pollen und andere Allergene so schwer wie möglich haben, über die Haut in den Körper zu gelangen, sollte die natürliche Hautschutzbarriere gestärkt werden.
Regelmäßiges Eincremen mit einer speziellen Pflegecreme unterstützt den Aufbau der Hautbarriere und macht die Haut widerstandsfähiger. Es werden gezielt auch Pflegecremes angeboten, die speziell für Allergiker und Neurodermitiker entwickelt worden sind. Während der Pollen-Saison ist es empfehlenswert, den ganzen Körper jeweils morgens und abends einzucremen, um die Abwehrfunktion der Haut zu stärken.
Für Betroffene gehören auch alltägliche Maßnahmen der Körperpflege zu einen zielgerichteten Allergie-Management: Vor dem Schlafengehen ist Duschen und die Haarreinigung mit einem milden Duschgel bzw. mit einem milden Shampoo ratsam, um die Pollen abzuspülen. Generell sollte Kleidung, die draußen getragen wurde und wahrscheinlich „pollenbelastet“ ist, möglichst draußen bleiben, auf keinen Fall sollte diese Kleidung bis ins Schlafzimmer gelangen.





