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Donnerstag, den 23.10.2014
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Vitamine als Wirkstoffe

In früheren Jahren ließen sich mit kosmetischen Pflegeprodukten für die reife Haut überwiegend oberflächliche Effekte erzielen. Sie setzten vor allem auf die Zufuhr von Feuchtigkeit und die Befeuchtung der Hornzellen. Mit wachsendem Verständnis der biochemischen Prozesse der Hautalterung gelang es jedoch, wirksame Stoffe im Kampf gegen das Altern zu entwickeln und diese für Kosmetika nutzbar zu machen. Die Zahl der Wirkstoffe in kosmetischen Mitteln gerade zur Pflege der reifen Haut hat in letzter Zeit stark zugenommen. Eine zentrale Rolle in diesem Anti-Aging-Bereich spielen dabei beispielsweise Wirkstoffe, die die Haut vor schädlichen Einflüssen der UV-Strahlung schützen, UV-bedingte Hautschäden reparieren oder die Synthese wesentlicher Bestandteile der Hautbarriere verbessern. Nicht selten ahmen diese Substanzen Vorbilder aus der Natur nach.

Vitamine

Zur Pflege reifer Haut wird eine ganze Palette von Vitaminen eingesetzt: Dazu zählen Tocopherol (Vitamin E), Panthenol (Provitamin B5), Retinol (Vitamin A), Ascorbinsäure (Vitamin C) und Niacinamid (Vitamin B3) sowie Vitamin F (essentielle Fettsäuren). Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über deren Eigenschaften und Wirkweisen:

Niacinamid
Das auch als Vitamin B3 bekannte Niacinamid besitzt eine Vielzahl schützender und die Hautstruktur verbessernder Eigenschaften. Durch die Beteiligung an zahlreichen Stoffwechselprozessen in den Zellen hat es Einfluss auf verschiedene Funktionen der Haut. Ein Niacinamid-Mangel kann dagegen das Krankheitsbild der Pellagra (raue Haut) mit charakteristischen Hautveränderungen verursachen.

Niacinamid spielt eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung der Barrierefunktion der Haut. Diese Schutzfunktion vermindert den transepidermalen Wasserverlust und erhöht die Widerstandsfähigkeit der Haut gegenüber schädigenden Stoffen. Vitamin B3 fördert zugleich die Synthese von Hautlipiden und Kollagen und beschleunigt so die Hauterneuerung signifikant. Es ist außerdem in der Lage, die bei lichtgeschädigter oder gealterter Haut häufig auftretenden Pigmentunregelmäßigkeiten zu beseitigen. Studien belegen eine deutliche Verbesserung von Hauttextur, Hautrötungen und Pigmentverschiebungen.

Das B-Vitamin Niacinamid wird erst seit neuerer Zeit in Hautpflegeprodukten eingesetzt. Es ermöglicht, mit einem einzigen Produkt gleichzeitig die Hauterneuerung und die Hautbarriere positiv zu beeinflussen. Das bedeutet einen Fortschritt gegenüber früheren Zeiten, als die eine Pflegeeigenschaft häufig zu Lasten der anderen ging.

Vitamin A
Vitamin A (Retinol) kommt ebenfalls in Pflegeprodukten für die reife Haut zum Einsatz. Es fördert die Regeneration lichtgeschädigter Haut und die Hautfunktionen, wie klinische Studien belegen konnten.

Auf der Haut vewandelt sich Vitamin A in Vitamin-A-Säure, die die untere Hautschicht fester und die obere feiner macht. Kleine Fältchen und Altersflecken werden so gemildert und das Hautbild positiv beeinflusst. Durch die Erhöhung des Kollagengehalts verbessert sich die Hautelastizität. Da der Wirkstoff die Zellteilung beschleunigt, kann es bei empfindlicher Haut zu Irritationen kommen. Zudem reagiert die Haut durch die Säure empfindlicher auf Sonne. Daher muss ein höherer Lichtschutzfaktor gewählt werden.

Vitamin A und dessen Derivate werden bereits seit längerem als Wirkstoffe in der Kosmetik verwendet. Zeigten sie früher eine gewisse Empfindlichkeit gegenüber lichtbedingten und oxidativen Prozessen, ermöglichen neuartige Technologien und Zusammensetzungen heute eine effiziente Stabilisierung dieser Wirkstoffe, ohne ihre Wirksamkeit einzuschränken.

Hautregenerierende Funktion haben auch Vitamin C (Ascorbinsäure) und Vitamin E (Tocopherol). Vitamin C wirkt schädlichen Oxidationsprozessen in den Zellen und Geweben entgegen und ist an der Kollagensynthese beteiligt. Es fördert die Vernetzung von Kollagenfasern und trägt so zur Festigung und Straffung des Bindegewebes bei. Allerdings hat Ascorbinsäure in höheren Konzentrationen eine negative Wirkung auf die Hautbarriere. Vitamin E ist ebenfalls als hochwirksames Antioxidans bekannt. Es schützt die Haut gegen die schädlichen Auswirkungen der freien Radikale, die in erster Linie durch die Einwirkung der UV-Strahlung und der Umweltverschmutzung gebildet werden. Außerdem verbessert Vitamin E die Wasserbindefähigkeit der Hornschicht.

Panthenol als Provitamin B5 trägt zur Verbesserung der Hautfeuchtigkeit bei. Es dringt gut in die Haut ein, wo es in das eigentliche Vitamin Pantothensäure (Vit. B5) umgewandelt wird.

Mit Vitamin F (essentielle Fettsäuren) wird die natürliche Funktion der Haut, Feuchtigkeit zu speichern, unterstützt und ihre Widerstandskraft verbessert. Sie erhält mehr Elastizität und sieht besser aus.

Stand: 05.09.2014
Autor(en): Redaktion haut.de
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