Wissenswertes zu Körperpflege und Kosmetik
Rissige Haut – an Händen und Fingern

Kälte - Talgdrüsen reduzieren die Fettproduktion

Rissige Haut – an Händen und Fingern

Im Winter leiden die Hände besonders unter der Kälte, weil ihnen der Stoffwechsel als erstes die Wärme entzieht. Infolgedessen verengen sich die Gefäße und die Durchblutung wird schlechter. Erschwerend kommt hinzu, dass der Handrücken kaum Talgdrüsen und nur wenig Unterhautfettgewebe besitzt.

Die Talgdrüsen stellen ab einer Außentemperatur von acht Grad langsam ihre Arbeit ein und produzieren kaum noch Fett, das die Haut geschmeidig halten könnte. Daher sind feuchtigkeitsspendende und rückfettende Handcremes ratsam. Dermatologen empfehlen in der Regel Cremes mit Urea oder Panthenol, denn sie sind wahre Durstlöscher für die Haut und bringen den Haushalt der äußeren Hautschicht wieder ins Gleichgewicht.

  • Urea (Harnstoff) ist eine körpereigene Substanz und einer der natürlichen Feuchthaltefaktoren der Hornschicht. Der natürliche Feuchtigkeitsfaktor der menschlichen Hornschicht besteht zu 7 % aus Harnstoff, es ist daher naheliegend, diesen hauteigenen Stoff als feuchtigkeitsbindenden Wirkstoff in kosmetischen Mitteln gezielt einzusetzen. In klinisch trockener Haut liegt der Harnstoffgehalt um etwas 50 % niedriger als in klinisch gesunder Haut. In kosmetischen Mitteln wird Harnstoff vor allem wegen seiner feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften verwendet. In Abhängigkeit von der Konzentration weist Harnstoff zahlreiche positive Wirkungen auf die Haut auf, beispielsweise ist er wasserbindend, verbessert das Feuchtigkeits-Aufnahmevermögen der Haut, ist antimikrobiell und juckreizlindernd. Typische Einsatzkonzentrationen von Harnstoff in Kosmetika sind etwa 3 % in Körperlotionen und 5 bis 10 % in Cremes und Salben.
  • Panthenol ist die Vorstufe des B-Vitamins (Provitamin B5) und wird bevorzugt in Produkten für die empfindliche Haut eingesetzt, da es sehr gut hautverträglich ist. Es handelt sich hierbei um eine viskose, farblose, leicht klebrige Substanz mit dezent charakteristischem Geruch. Panthenol löst sich sehr gut in Wasser und Alkohol. Panthenol besitzt feuchtigkeitserhaltende, hautberuhigende und regenerative Eigenschaften, verstärkt die Schutzbarrierefunktion der Haut und verbessert ihre Elastizität.

Je nach Witterung und Beanspruchung der Haut, sollten die Hände mehrmals am Tag eingecremt. Nicht nur die Kälte draußen ist eine Herausforderung für die Hände. In Innenräumen sorgt zwar die Heizung für Wärme aber die niedrige Luftfeuchtigkeit entzieht der Haut zusätzlich Feuchtigkeit. Auch die Nagelhaut benötigt Pflege. Hierfür ist der regelmäßige Einsatz von speziellen Ölen und Lotionen empfehlenswert.

Quelle: haut.de

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