Wissenswertes zu Körperpflege und Kosmetik
Inhaltsstoffe eines Komsetiksprodukts

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Inhaltsstoff

METHYLCHLOROISOTHIAZOLINONE

Deutsche Bezeichnung

Chlormethylisothiazolinon (CMIT), (Chlor)-Methylisothiazolinon (MCI/MI); Chlormethylisothiazolinon (CMIT), (Chlor)-Methylisothiazolinon (MCI/MI); Chlormethylisothiazolinon (CMIT), (Chlor)-Methylisothiazolinon (MCI/MI)

Weitere Bezeichnungen und Angaben zur chemischen Identifikation

Weitere Bezeichnungen

Verwendung als 3:1-Gemisch mit Methylisothiazolinon (MIT)

Chemische Identifikation

CAS-Nummer: 26172-55-4

EINECS/ELINCS-Nummer: 247-500-7

Beschreibung/chemische Bezeichnung (international/englisch)

5-Chloro-2-methyl-2H-isothiazol-3-one

Regelung in der EG-Kosmetik-Verordnung (Anhang/lfd. Nr.):

V/39


Funktion(en) dieses Inhaltsstoffs in kosmetischen Mitteln

KONSERVIEREND

schützt kosmetische Produkte vor mikrobiellem Verderb.


Vorkommen in Kosmetika

Diverse abzuspülende Produkte, immer in Kombination mit Methylisothiazolinon (MI, MIT)


Vorkommen in anderen Produkten

Farben, Kleb- und Kühlschmierstoffe; Pflanzenschutz- und Reinigungsmittel


Hintergrundinformationen zum Einsatz in Kosmetika

Methylchlorisothiazolinon ist ein Konservierungsmittel, welches über antibakterielle und fungizide Eigenschaften verfügt. Als Konservierungsstoffe zugelassen sind nur solche Stoffe, deren Sicherheit auf EU-Ebene umfassend geprüft wurde. Häufig werden mehrere Stoffe miteinander kombiniert, um alle relevanten Keime abzudecken. Methylchlorisothiazolinon wird oft kombiniert mit Ethylparaben, Benzalkoniumchlorid oder 2-Brom-2-nitropropan-1,3-diol. Hierbei achten die Hersteller immer darauf, die Konzentration der Stoffe so gering wie möglich zu halten. Wie alle Inhaltsstoffe werden sie auf Verpackungen mit ihrer international einheitlichen INCI-Bezeichnung angegeben.

Kosmetische Mittel müssen nach den gesetzlichen Anforderungen sicher für den Verbraucher sein. Dabei ist die mikrobiologische Sicherheit ein wichtiger Aspekt. Die Verbraucher müssen bei der Verwendung der Produkte sicher sein, dass keine krankheitserregenden Keime enthalten sind und dass sich keine Keime vermehren können. In ungeöffnetem Zustand sind kosmetische Mittel praktisch frei von Keimen. Erst wenn ein Verbraucher die Verpackung öffnet, können Mikroorganismen in das Produkt gelangen. Bakterien, Hefen und Pilze wachsen vor allem an feuchtwarmen Orten, zum Beispiel im Badezimmer.

Mikroorganismen breiten sich besonders in Körperpflegemitteln aus, die Wasser und andere Nährstoffe wie Eiweiß enthalten. Dazu zählen z. B. Feuchtigkeitscremes, bestimmte Make-ups, Körperlotionen, Duschbäder und Shampoos. Unangenehmer Geruch, Verfärbung oder eine veränderte Konsistenz sind die Folge. Zum gesundheitlichen Schutz des Verbrauchers ist die Konservierung kosmetischer Mittel unbedingt notwendig. Die Konservierung schützt das Produkt und verhindert den Verderb durch Mikroorganismen über den gesamten Verwendungszeitraum hinweg.


Weitere Informationen

"Konservierung kosmetischer Mittel - pro und contra?" - Stellungnahme der GDCh-Arbeitsgruppe "Kosmetische Mittel" (März 2010)

"Arten der Konservierung kosmetischer Mittel" - Stellungnahme der GDCh-Arbeitsgruppe "Kosmetische Mittel" (Februar 2012)

Zur Aufklärung eines Verdachts auf eine Kontaktallergie kann dieser Stoff routinemäßig im Epikutantest beim Hautarzt getestet werden (DKG-Epikutantestreihe "Standardreihe" und "Standardreihe für Kinder").


Gehört zu folgenden Stoffgruppen

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