Signale des Bartes – von Männlichkeit, Modebewusstsein und Individualität

Was lässt sich an einem Bart zeigen und ablesen?

Signale des Bartes – von Männlichkeit, Modebewusstsein und Individualität

Geschmeidig, gepflegt, lässig, wuschelig, wild, stoppelig oder gezurrt …. für die Beschreibung oder auch Wirkung eines Bartes können vielfältige Merkmale gelten. Bartträger setzen auf die Wirkung des Bartes nach innen und nach außen, sie „modellieren“ damit ihr Erscheinungsbild, je nach „Anlass und Tagesverfassung“, so beschreibt es eine jüngst durchgeführte Umfrage*, die vom IKW (Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e.V.) veröffentlicht wurde. So finden „zwei Drittel der 30- bis 49-jährigen Befragten, dass sie über ihren gepflegten und rasierten Bart ihre Männlichkeit betonen können. Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es 54 Prozent und bei den über 50-Jährigen noch 46 Prozent.“

„Ob Hipster-Bart, 3-Tage-Bart oder glattrasiert – die Art und Weise, wie Männer ihre Haare im Gesicht stylen, sagt auch viel über Individualität aus. So stimmen 50 Prozent der männlichen Studienteilnehmer zu, dass sie sich über ihren gepflegten und rasierten Bart von anderen abheben und somit ihrer Persönlichkeit und Individualität mehr Ausdruck verleihen können. Bei den 30- bis 49-Jährigen sind es sogar 70 Prozent, die dieser Aussage zustimmen.“

Bärte fungieren aber auch als weitere Signalgeber. „Knapp 50 Prozent der 18- und 29-Jährigen wollen durch ihre Bartpflege außerdem zeigen, dass sie wissen, welche aktuellen Trends gerade angesagt sind. Und auch hier sind es die 30- bis 49-Jährigen mit 59 Prozent, welche noch deutlich höhere Werte erzielen. Ältere Männer folgen dieser Intention dagegen weniger. Für die männliche Generation 50plus hat die Rasur vielmehr etwas mit Selbstachtung zu tun. 56 Prozent der über 50-Jährigen haben besonders stark das Gefühl, ohne Rasur- und Bartpflege nicht mehr auf sich achten zu können.“

In der Befragung wurden auch die Produktvorlieben zur Rasur- und Bartpflege thematisiert: „Die in der Studie häufig genannten „Sensitiv-Produkte“ sind Ausdruck dafür, dass der Bart ein sensibles Männerthema ist und sich Männer hier einen individuellen und einfühlsamen Umgang wünschen. Viel Wert legt das starke Geschlecht daher auf eine große Produktvielfalt. 46 Prozent der männlichen Befragten wollen zwischen verschiedenen Düften, Farben, Konsistenzen und Packungsgrößen wählen können, wobei auch hier den jüngeren Studienteilnehmern das Thema wichtiger ist als den älteren. 56 Prozent der 30- bis 49- Jährigen wünschen sich eine große Auswahl an Produkten. Bei den über 50-Jährigen sind es nur 39 Prozent.“

Die Rasur- und Bartpflege hilft ebenso, sich in eine bestimmte seelische Verfassung zu bringen. Ist der Bart gepflegt und rasiert, geht es für 64 Prozent sorgenfrei und entspannt durch den Tag oder ins Nachtleben. Auch den Bart stehen zu lassen, kann den Alltag strukturieren: Bewusst ‚stoppelig‘ zu bleiben, hilft, widerstandsfähig zu sein, und drückt Entspannung oder ‚erotische‘ Verfassungen aus, wie zum Beispiel der Dreitagebart.

*IKW-Umfrage, 05/2022, durchgeführt von Lönneker & Imdahl rheingold salon

Quelle: haut.de

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