Unreine Haut zeigt sich oft an Mitessern und Pickelchen – beim Blick in den Spiegel werden diese als Makel empfunden und schnell ist man verleitet, daran herumzudrücken, das Übel zu beseitigen. Dieser spontane Impuls des „weg damit“ erweist sich oft allerdings als falsch, denn aufgrund unreiner Fingernägel und Finger werden die gequetschten Pickelchen nicht weniger, sondern sie entzünden sich oftmals dabei.
Stark erweiterte, gefüllte Talgdrüsen werden als Mitesser (Komedonen) bezeichnet. Bei geschlossenen Mitessern ist der Trichter des Haarbalgs (Follikel) zwar erweitert, nicht aber die Mündung an der Hautoberfläche; unter der Haut ist ein weißes Pickelchen zu sehen. Bei offenen Mitessern ist auch der Ausführungsgang des Follikels vergrößert. Erscheint der Mitesser dunkel, ist dies in der Regel kein Schmutz, sondern eingelagertes Melanin (Hautfarbstoff) und Produkte von Oxidationsprozessen durch Luftsauerstoff und Bakterien. Die Verstopfung der Talgdrüsen bildet einen idealen Nährboden für zahlreiche Mikroorganismen. Diese zersetzen den Talg zu Glyzerin und freien Fettsäuren, was wiederum irritierend auf die Talgdrüsen wirkt und sie zu erhöhter Produktion anregt. Ein kleiner, aber folgenreicher Teufelskreis: Es kommt zu eitrigen Entzündungen im oberen Teil des Mitessers.
Systematische Gesichtsreinigung
Statt des gefährlichen Einsatzes drückender Fingernägel ist es besser, gezielt für eine schonende Gesichtsreinigung zu sorgen. Wer sein Gesicht optimal pflegen und die Haut auf Dauer gesund und schön erhalten will, sollte die Gesichtshaut zweimal täglich, morgens und abends, reinigen.
Die gezielte „Ausreinigung“ gehört auch zu den Standardanwendungen der professionellen Kosmetik, wie Giuseppina Balsamo im Experten-Interview auf haut.de erläutert. Eine Ausreinigung im Kosmetik-Institut ist eine intensive Gesichtsbehandlung, bei der Hautunreinheiten wie Mitesser (Komedonen), Milien (Grießkörner) und kleine Pusteln fachgerecht und tiefenwirksam entfernt werden, und das unter hohen hygienischen Bedingungen mit geringen Entzündungsrisiken.





