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Hautkrebserkrankungen – alarmierender Anstieg

18. Juni 2026 | Sonnenschutz

Die menschliche Erbsubstanz in den Zellkernen jeder Körper- und jeder Hautzelle, die DNA (Desoxyribonukleinsäure), besitzt eine hohe Empfindlichkeit gegenüber UV-Strahlen. Sie kann leicht beschädigt und funktionsunfähig gemacht werden. Durch übermäßige Einwirkung von UVB-Strahlung kann es so zur Bildung von Hautkrebsvorstufen, so genannten aktinischen bzw. solaren Keratosen, sowie zur Entstehung von hellem Hautkrebs in Form von Plattenepithelkarzinomen und Basaliomen kommen. Diese Tumore sind, wenn sie rechtzeitig erkannt werden, behandelbar und haben dann wenig nachteiligen Einfluss auf die Lebenserwartung der Betroffenen. Übermäßige UV-Einstrahlung auf der Haut begünstigt aber auch die Entstehung von schwarzem Hautkrebs, dem malignen Melanom. Hier ist die Früherkennung für eine gute Prognose besonders wichtig, da Melanome zur raschen Metastasierung neigen.

„Die Zahl der Krankenhausbehandlungen wegen Hautkrebs hat sich innerhalb von 20 Jahren nahezu verdoppelt. 120 100 Menschen wurden 2024 mit der Diagnose Hautkrebs im Krankenhaus stationär behandelt. Das waren 94,5 % mehr Fälle als im Jahr 2004, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Damals wurden 61 700 Menschen wegen Hautkrebs stationär behandelt. Zum Vergleich: Die stationären Krankenhausbehandlungen insgesamt sind im selben Zeitraum um 4,1 % gestiegen“, so die aktuelle Nachricht des Statistischen Bundesamts.*

„Hautkrebs war bei 8,3 % aller stationären Krebsbehandlungen im Jahr 2024 die Hauptdiagnose. Der Anteil der Hautkrebs- an allen Krebsbehandlungen hat sich binnen 20 Jahren mehr als verdoppelt: Im Jahr 2004 hatte er noch bei 4,0 % gelegen“. „An Hautkrebs starben im Jahr 2024 rund 4 600 Menschen. Das waren 65,1 % mehr als im Jahr 2004 mit 2 800 solcher Todesfälle. Zum Vergleich: Im selben Zeitraum ist die Zahl der Todesfälle wegen Krebserkrankungen insgesamt um 10,1 % gestiegen. Wie bei den meisten Krebserkrankungen sind auch bei Hautkrebs vor allem ältere Menschen betroffen: So war mehr als die Hälfte (52,9 %) der 2024 an Hautkrebs Verstorbenen 80 Jahre oder älter“, zeigen die Zahlen des Statistischen Bundesamts.*

Die Veränderungen an der Haut durch UV-A-Strahlen zeigen sich erst auf lange Sicht. UV-A bewirkt bei längerfristiger Belastung durch das Eindringen in das Bindegewebe der Haut Strukturveränderungen und Bindegewebsschädigungen. Menschen jeden Alters sollten sich vor übermäßiger UV-Strahlung schützen, um sich im fortgeschrittenen Alter nicht mit der Diagnose „Hautkrebs“ auseinandersetzen zu müssen. Übersichtliche Tipps zum Sonnenschutz sind auf der Website „https://www.sonnenschutz-sonnenklar.info“ zu finden: https://www.sonnenschutz-sonnenklar.info/sonnenschutz-tipps/

* Quelle : https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/05/PD26_N036_231.html?nn=2110

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