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Haarentfernung 

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Depilation - Chemische Haarentfernung

Enthaarungscreme

Es geht auch schmerzfrei: Mit Enthaarungscreme und -schaum. Depilatorien sind Enthaarungspräparate, die unerwünschte Körperhaare schnell und schmerzlos auf chemischem Wege beseitigen. Zwar benötig man meist etwas mehr Zeit als fürs Rasieren (ca. 15 Minuten), doch die Wirkung hält für etwa 7 bis 12 Tage an. Die Creme muss in der Regel nach der Applikation je nach Produkt und Haarbeschaffenheit für zirka drei bis zehn Minuten einwirken. Nicht jedes Haar spricht auf Enthaarungscremes an, sehr dicke Haare lassen sich damit nicht gut entfernen. Die nachwachsenden Haare fühlen sich etwas weicher an.

Die wirksamen Komponenten dieser Cremes heißen Thioglykolate. Sie spalten die Eiweißbindungen des Keratins und verwandeln das Haar direkt unterhalb der Hautoberfläche in wenigen Minuten in eine weiche plastische Masse. Die Reaktion findet in einem alkalischen Milieu statt. Verglichen mit früheren Präparaten sind die heutigen geruchsärmer. Hat die Enthaarungscreme einige Zeit auf die Hornsubstanz des Haares, das Keratin, eingewirkt und das Haar hinreichend geschädigt, lassen sich die Haare, zusammen mit der Enthaarungscreme, mit Hilfe eines Schabers entfernen. Die Haarwurzel ist nicht betroffen. Zu Pflegezwecken sind den Cremes oftmals Stoffe wie Aprikosenöl, Vitamin E oder Bisabolol zugesetzt. Bisabolol kommt im ätherischen Öl der Kamille vor und wirkt entzündungshemmend. Depilatorien sind als Cremes, Gels oder Schäume mit einem pH-Wert von 10-12 im Handel. Praktisch für die Behandlung größerer Körperpartien sind auch die Roller mit Enthaarungsmilch.

Anwendung: Das Enthaarungspräparat wird auf die zu enthaarende Körperpartie aufgetragen. Die Einwirkzeit richtet sich nach der Haarbeschaffenheit. Die erfolgreiche Wirkung erkennt man daran, dass Haare sich korkenzieherartig kräuseln. Sie werden dann mit einem Spatel, Kosmetiktuch oder Wattebausch von der Haut entfernt und anschließend samt Creme mit laufwarmem Wasser restlos abgespült. Vor der Anwendung von Depilatorien empfiehlt es sich, die Hautverträglichkeit zu prüfen. Die Inhaltsstoffe der Enthaarungscreme können die Haut reizen. Das gilt besonders für empfindlichere Regionen, wie die Achseln. Rötungen, Juckreiz und Brennen oder auch allergische Reaktion sind nicht auszuschließen. Aus diesem Grund sollte die Enthaarungscreme immer zuerst an einer kleinen Stelle getestet werden. Die Präparate dürfen nicht mit den Augen oder den Schleimhäuten in Berührung kommen.

Die Depilation mit Enthaarungscremes hat wie die Rasur gegenüber der Epilation zwar den Nachteil, dass die Haare rasch wieder nachwachsen und erneut depiliert werden müssen. Ihr Vorteil: Sie ist sehr einfach durchzuführen, beispielsweise in der Dusche oder Badewanne, und sie ist schmerzfrei.

Stand: 28.04.2009
Autor(en): Redaktion haut.de
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