Wissenswertes zu Körperpflege und Kosmetik
Inhaltsstoffe eines Komsetiksprodukts

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Inhaltsstoff

METHYLISOTHIAZOLINONE

Deutsche Bezeichnung

Abkürzung: MI; Methylisothiazolinon (MIT); 2-Methyl-4-isothiazolin-3-on, 2-Methyl-2,3-dihydroisothiazol-3-on; Abkürzung: MI; Methylisothiazolinon (MIT); 2-Methyl-4-isothiazolin-3-on, 2-Methyl-2,3-dihydroisothiazol-3-on; Abkürzung: MI; Methylisothiazolinon

Weitere Bezeichnungen und Angaben zur chemischen Identifikation

Chemische Identifikation

CAS-Nummer: 2682-20-4

EINECS/ELINCS-Nummer: 220-239-6

Beschreibung/chemische Bezeichnung (international/englisch)

2-Methyl-2H-isothiazol-3-one

Regelung in der EG-Kosmetik-Verordnung (Anhang/lfd. Nr.):

V/57 V/39


Funktion(en) dieses Inhaltsstoffs in kosmetischen Mitteln

KONSERVIEREND

schützt kosmetische Produkte vor mikrobiellem Verderb.


Vorkommen in Kosmetika

Diverse abzuspülende Produkte, oft in Kombination mit Methylchlorisothiazolinon bzw. Chlormethylisothiazolinon (CMIT/MCI)


Vorkommen in anderen Produkten

Farben, Kleb- und Kühlschmierstoffe; Haushalts- und Industriereinigungsmittel; Papierwaren; Schmier-, Holzpflege- und Wasserbehandlungsmittel


Hintergrundinformationen zum Einsatz in Kosmetika

Methylisothiazolinon ist ein Konservierungsmittel, welches über mikrobizide Eigenschaften verfügt, es gehört zur Verbindungsklasse der Isothiazolinone. Der Stoff gilt in der vom europäischen Ausschuss für Verbrauchersicherheit (SCCS) bewerteten Höchstmenge von 15 ppm als gesundheitlich unbedenklich und wirksam. Diese Bewertung wurde auf Basis umfangreicher wissenschaftlicher Daten vorgenommen.

Die Verbraucher müssen bei der Verwendung der Produkte sicher sein, dass keine krankheitserregenden Keime enthalten sind und dass sich keine Keime vermehren können. In ungeöffnetem Zustand sind kosmetische Mittel praktisch frei von Keimen. Erst wenn ein Verbraucher die Verpackung öffnet, können Mikroorganismen in das Produkt gelangen. Bakterien, Hefen und Pilze wachsen vor allem an feuchtwarmen Orten, zum Beispiel im Badezimmer. Besonders günstige Bedingungen für ein Keimwachstum ergeben sich grundsätzlich, wenn der Wassergehalt eines Produkts hoch ist. Unangenehmer Geruch, Verfärbung oder eine veränderte Konsistenz sind die Folge. Zum gesundheitlichen Schutz des Verbrauchers ist die Konservierung kosmetischer Mittel unbedingt notwendig. Die Konservierung schützt das Produkt und verhindert den Verderb durch Mikroorganismen über den gesamten Verwendungszeitraum hinweg.


Info zur sicheren Verwendung

Bei der Nutzung des Stoffes in vielen unterschiedlichen kosmetischen Mitteln haben Dermatologen in jüngerer Zeit einen leichten Anstieg von allergischen Reaktionen festgestellt. Die Industrie hat diese Entwicklung sehr aufmerksam beobachtet und in gemeinsamen Arbeitsgruppen mit Dermatologen zusätzliche Informationen gesammelt und Handlungsoptionen diskutiert. Sowohl die Experten aus der Industrie als auch die Dermatologen sind zu dem Schluss gekommen, dass die Risiken am besten dadurch weiter gemindert werden, dass Methylisothiazolinon künftig nur noch in Produkten mit geringem oder kurzzeitigem Hautkontakt Verwendung findet, wie z. B. in Shampoos. Daher hat der europäische Verband der Kosmetikhersteller, Cosmetics Europe, bereits im Jahre 2013 eine Empfehlung herausgegeben, den Einsatz von Methylisothiazolinon auf diese Produkte zu beschränken. Methylisothiazolinon wird seitdem nur noch in Produkten, die wieder abgespült werden (so genannte Rinse-off-Produkte) oder in anderen Produkten mit nur geringfügigem Hautkontakt verwendet. Zwischenzeitlich wurde der freiwillige Verzicht in eine gesetzliche Regelung überführt.


Weitere Informationen

"Konservierung kosmetischer Mittel - pro und contra?" - Stellungnahme der GDCh-Arbeitsgruppe "Kosmetische Mittel" (März 2010)

"Arten der Konservierung kosmetischer Mittel" - Stellungnahme der GDCh-Arbeitsgruppe "Kosmetische Mittel" (Februar 2012)

Zur Aufklärung eines Verdachts auf eine Kontaktallergie kann dieser Stoff routinemäßig im Epikutantest beim Hautarzt getestet werden (DKG-Epikutantestreihe "Standardreihe" und "Standardreihe für Kinder").


Gehört zu folgenden Stoffgruppen

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