Inhaltsstoffe eines Komsetiksprodukts

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Inhaltsstoff

GLYCERYL STEARATE

Deutsche Bezeichnung

Glycerinstearat, Glycerinmonostearat, Stearinsäure-Glycerinester

Weitere Bezeichnungen und Angaben zur chemischen Identifikation

Chemische Identifikation

CAS-Nummer: 31566-31-1

EINECS/ELINCS-Nummer: 250-705-4/286-49

Beschreibung/chemische Bezeichnung (international/englisch)

Stearic acid, monoester with glycerol


Funktion(en) dieses Inhaltsstoffs in kosmetischen Mitteln

EMULGIEREND

ermöglicht die Bildung fein verteilter Mischungen von Öl und Wasser (Emulsionen).

GESCHMEIDIG MACHEND

macht die Haut glatt und geschmeidig.


Vorkommen in Kosmetika

Lotionen, Creme, Puder, kosmetische Reinigungsmittel, z. B. Reinigungsmilch, Make-up, Foundation, Mascara, Lidschatten, Eyeliner, Haarspülungen, Selbstbräuner und Sonnenschutzmittel


Hintergrundinformationen zum Einsatz in Kosmetika

Glycerinstearat gehört chemisch zu der Gruppe der Fettsäureester, hier speziell zu den Stearinsäureestern (Stearaten). Glycerinstearat dient in kosmetischen Mitteln als vielfach verwendeter Emulgator.

Emulgatoren sind grenzflächenaktive Stoffe, die die Oberflächenspannung zweier ansonsten nicht mischbarer Flüssigkeiten, z. B. Wasser und Öl, herabsetzen. So vereinen sich beide Flüssigkeiten zu einem fein verteilten Gemisch, der Emulsion. Dabei bildet die eine Flüssigkeit kleine Tröpfchen aus, die in der anderen Flüssigkeit verteilt sind. Die Phase, die die Tröpfchen bildet, nennt man innere Phase oder disperse Phase, die Phase, in der die Tröpfchen schwimmen, wird äußere Phase oder kontinuierliche Phase genannt. Emulsionen aus Wasser und Öl unterscheidet man in Öl-in-Wasser-Emulsionen (O/W-Emulsionen) und Wasser-in-Öl-Emulsionen (W/O-Emulsionen). Dabei ist im ersten Fall Wasser und im zweiten Fall das Öl die äußere Phase.

Der Emulgator, der die Bildung der fein verteilten Tröpfchen ausgelöst hat, wirkt auch einer neuerlichen Entmischung der beiden Phasen entgegen. Genauer beschrieben sind Emulgatoren Tenside. Sie bestehen aus einem hydrophilen (wasserverbindenden) und einem lipophilen (fettverbindenden) Teil mit unterschiedlicher Ladung bzw. Polarität. Die Erniedrigung der Oberflächenspannung kommt dadurch zustande, dass sich die Tensidmoleküle in der Oberfläche der Flüssigkeiten anreichern. Ihre hydrophilen Anteile verbinden sich mit den wässrigen Bestandteilen und die lipophilen Anteile mit den öligen Bestandteilen der Flüssigkeiten.

Je nach Ladung des Moleküls unterscheidet man nichtionische (keine Ladung), anionische (negative Ladung), kationische (positive Ladung) und Zwitter-ionische (pos. und neg. Ladung) Tenside.

Bei Glycerinstearat handelt es sich um einen nichtionischen Emulgator.


Weitere Informationen

Raab/Kindl: Pflegekosmetik. Ein Leitfaden. Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft 2012, 5. Auflage.

Informationen zu Emulgatoren: http://www.haut.de/basiswissen/haut/Der-Emulgator


Gehört zu folgenden Stoffgruppen

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