Wissenswertes zu Körperpflege und Kosmetik
Inhaltsstoffe eines Komsetiksprodukts

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Inhaltsstoff

METHYLENE BIS-BENZOTRIAZOLYL TETRAMETHYLBUTYLPHENOL (NANO)

Deutsche Bezeichnung

2,2'-Methylen-bis-(6-(2H-benzotriazol-2-yl)-4-(1,1,3,3-tetramethylbutyl)phenol), MBBT

Weitere Bezeichnungen und Angaben zur chemischen Identifikation

Chemische Identifikation

CAS-Nummer: 103597-45-1

EINECS/ELINCS-Nummer: 403-800-1

Beschreibung/chemische Bezeichnung (international/englisch)

2,2'-Methylene-bis-(6-(2H-benzotriazol-2-yl)-4-(1,1,3,3-tetramethylbutyl)phenol)

Regelung in der EG-Kosmetik-Verordnung (Anhang/lfd. Nr.):

VI/23


Funktion(en) dieses Inhaltsstoffs in kosmetischen Mitteln

UV-FILTER

schützt Haut oder Haare vor schädlicher UV-Strahlung.


Vorkommen in Kosmetika

Vor allem in Sonnenschutzmitteln sowie in diversen Hautpflegeprodukten mit UV-Schutz, z. B. Tagescremes.


Hintergrundinformationen zum Einsatz in Kosmetika

METHYLENE BIS-BENZOTRIAZOLYL TETRAMETHYLBUTYLPHENOL (NANO), abgekürzt MBBT, ist ein organischer Feststoff (gelbliches Pulver). Nano-MBBT kommt in Form einer farblosen wässrigen Dispersion in den Handel. MBBT ist praktisch unlöslich in Wasser und begrenzt löslich in kosmetischen Ölen. Die maximale Konzentration von MBBT beträgt 10 %.

Nano-MBBT legt sich als schützender Film auf die oberste Hautschicht und streut, reflektiert und absorbiert die UV-Strahlen der Sonne. Auf diese Weise wird die Haut vor der UV-Strahlung und ihren gesundheitsschädlichen Folgen (Sonnenbrand, DNA-Schäden, Hautalterung usw.) geschützt. Nano-MBBT ist ein so genannter Breitband-UV-Filter mit einer ausgeprägten Filterwirkung auch im langwelligeren UV-A-Bereich. Nanoskaliges MBBT in Sonnenschutzprodukten ist für das menschliche Auge unsichtbar, hinterlässt also keinen weißlichen Film auf der Haut, was den Verbraucher zu einer großzügigeren Anwendung motiviert. Nano-MBBT zeichnet sich zudem durch eine besonders effektive UV-Lichtfilterung in einem breiten Spektralbereich aus.

Steckbrief zu Nanomaterialien: MBBT


Info zur sicheren Verwendung

Entsprechend der EG-Kosmetik-Verordnung Nr. 1223/2009, die seit Juli 2013 für den EU-Markt gültig ist, versteht man unter UV-Filtern Stoffe, die ausschließlich oder überwiegend dazu bestimmt sind, die Haut durch Absorption, Reflexion oder Streuung vor einer bestimmten UV-Strahlung zu schützen. Der Anhang VI legt fest, welche Substanzen als UV-Filter in kosmetischen Produkten verwendet werden dürfen. In dieser so genannten Positivliste der UV-Filter sind auch Höchstkonzentrationen für den Einsatz in kosmetischen Mitteln vorgeschrieben und eventuelle Warnhinweise aufgeführt.

UV-Filter werden vor der Zulassung gezielt auf ihre toxikologische Unbedenklichkeit untersucht und sorgfältigen Prüfungen unterzogen. Die Kosmetikhersteller müssen die gesundheitliche Unbedenklichkeit in wissenschaftlichen Studien nachweisen. In der EG-Kosmetik-Verordnung ist ihre Verwendbarkeit für Sonnenschutzmittel genau reglementiert. Darüber hinaus werden die zugelassenen Filter entsprechend neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und bei etwaigen Auffälligkeiten in der Marktbeobachtung gegebenenfalls neu bewertet und die Liste aktualisiert.


Links zu wissenschaftlichen Bewertungen

Stellungnahme des SCCS (2015, speziell zur nanoskaligen Form)

Stellungnahme des SCCS (2013, speziell zur nanoskaligen Form)

Stellungnahme des SCCNFP (1999)


Weitere Informationen

Information des "Dialog Kosmetik": Die neue Kennzeichnung von Nanomaterialien in kosmetischen Mitteln

Informationen zum richtigen Sonnenschutz: www.sonnenschutz-sonnenklar.info


Gehört zu folgenden Stoffgruppen

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