Wissenswertes zu Körperpflege und Kosmetik
Inhaltsstoffe eines Komsetiksprodukts

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Inhaltsstoff

SODIUM PROPYLPARABEN

Deutsche Bezeichnung

Propylparaben (Natriumsalz); 4-Hydroxybenzoesäurepropylester (Natriumsalz) ; Propylparaben (Natriumsalz); 4-Hydroxybenzoesäurepropylester (Natriumsalz)

Weitere Bezeichnungen und Angaben zur chemischen Identifikation

Chemische Identifikation

CAS-Nummer: 35285-69-9

EINECS/ELINCS-Nummer: 252-488-1

Beschreibung/chemische Bezeichnung (international/englisch)

Sodium 4-propoxycarbonylphenoxide

Regelung in der EG-Kosmetik-Verordnung (Anhang/lfd. Nr.):

V/12


Funktion(en) dieses Inhaltsstoffs in kosmetischen Mitteln

KONSERVIEREND

schützt kosmetische Produkte vor mikrobiellem Verderb.


Vorkommen in Kosmetika

In hautpflegenden und -reinigenden Mitteln wie Emulsionen, Cremes, Shampoos sowie in Stylingprodukten und vielen anderen kosmetischen Produkten.


Vorkommen in anderen Produkten

Propylparaben macht auch Arzneimittel länger haltbar. Wie alle Konservierungsstoffe schützt es vor dem mikrobiellen Verderb und gewährleistet damit die Sicherheit der Produkte für den Verbraucher.


Hintergrundinformationen zum Einsatz in Kosmetika

Parabene sind Salze und Ester der para-Hydroxybenzoesäure. Als Salze gelten die Salze der Kationen Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Ammonium und Ethanolamin; als Ester gelten Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Isopropyl-, Butyl-, Isobutyl- und Phenylester. Die Säure und die Ester sind auf kosmetischen Mitteln mit ihren INCI-Bezeichnungen angegeben. Die Natrium-Salze werden durch Zusatz von "Sodium...." (z. B. Sodium paraben, sodium methylparaben usw.) und die Kaliumsalze durch Zusatz von "Potassium..." (z. B. potassium paraben, potassium ethylparaben usw.) gekennzeichnet. Die Calcium-Salze werden durch Zusatz von "Calcium..." (z. B. calcium paraben) bezeichnet. Parabene werden in ca. 80 % aller kosmetischen Mittel zur Konservierung eingesetzt. Sie werden seit mehr als 80 Jahren als Konservierungs­mittel verwendet und schützen Kosmetika, Arznei­mittel und Lebens­mittel effektiv vor Keimbefall. Sie gehören zu den am häufigsten einge­setzten Konservierungs­stoffen und haben sich bislang als gut verträglich bewiesen.


Info zur sicheren Verwendung

Der Einsatz von Parabenen wird momentan kontrovers diskutiert. Aus wissenschaftlicher Sicht sind Parabene die zurzeit am besten untersuchten und sichersten Konservierungsstoffe am Markt. Das BfR stuft sie als sicher ein. Die vorliegenden Studien und Berichte belegen keine nachweisbare hormonähnliche Wirkung der zugelassenen Parabene in den gültigen Einsatzkonzentrationen am Menschen. Parabene sind eine gut untersuchte Stoffgruppe und innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Konzentrationsgrenzen gesundheitlich unbedenklich. Dies belegen Untersuchungen des europäischen Wissenschaftsausschusses für Verbrauchersicherheit, des Scientific Committee on Consumer Safety (SCCS).

Das SCCS hat im Jahr 2010 die Konzentrationen der einzelnen Parabene in kosmetischen Mitteln überprüft und im Mai 2013 erneut bekräftigt, dass Parabene bezüglich der Konzentration in welcher sie in kosmetischen Mitteln verwendet werden, als sicher eingestuft werden können. Die aktuelle Literatur belegt, dass Parabene aus allergologischer Sicht zu den Konservierungsstoffen mit einem besonders niedrigen allergenen Potential zählen. Es gibt zwar Berichte über Allergien, setzt man diese jedoch in Relation zur Einsatzhäufigkeit (sehr viele Produkte am Markt sind mit Parabenen konserviert) sind Parabene als allergologisch unauffällig zu bezeichnen; siehe auch Daten des IVDK (Informationsverbund dermatologischer Kliniken).


Links zu wissenschaftlichen Bewertungen

Stellungnahme des SCCS (2013) zur Sicherheit von Propyl- und Butylparaben

Stellungnahme des BfR (2011) zur Verwendung von Parabenen in kosmetischen Mitteln

Stellungnahme des SCCS (2010) zur Sicherheit von Parabenen als Konservierungsstoffe in Kosmetika


Weitere Informationen

"Konservierung kosmetischer Mittel - pro und contra?" - Stellungnahme der GDCh-Arbeitsgruppe "Kosmetische Mittel" (März 2010)

"Arten der Konservierung kosmetischer Mittel" - Stellungnahme der GDCh-Arbeitsgruppe "Kosmetische Mittel" (Februar 2012)

Zur Aufklärung eines Verdachts auf eine Kontaktallergie kann dieser Stoff routinemäßig im Epikutantest beim Hautarzt getestet werden (DKG-Epikutantestreihe "Standardreihe").


Gehört zu folgenden Stoffgruppen

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