Wissenswertes zu Körperpflege und Kosmetik
Inhaltsstoffe eines Komsetiksprodukts

Für weitere Informationen und der Suche in der INCI-Datenbank klicken Sie bitte hier.

Inhaltsstoff

PEG-25 PABA

Deutsche Bezeichnung

p-Aminobenzoesäure, ethoxyliert (durchschnittlich 25 Einheiten -CH2-CH2-O-); p-Aminobenzoesäure, ethoxyliert (durchschnittlich 25 Einheiten -CH2-CH2-O-); p-Aminobenzoesäure, ethoxyliert (durchschnittlich 25 Einheiten -CH2-CH2-O-)

Weitere Bezeichnungen und Angaben zur chemischen Identifikation

Weitere Bezeichnungen

Polyethylenglykol; auf Polyethylenglykol basierende oder mit Polyethylenglykol umgesetzte Verbindung.

Chemische Identifikation

CAS-Nummer: 116242-27-4

EINECS/ELINCS-Nummer: -

Beschreibung/chemische Bezeichnung (international/englisch)

Polyoxyethylene ethyl-4-aminobenzoate (25 mol EO average molar ratio)

Regelung in der EG-Kosmetik-Verordnung (Anhang/lfd. Nr.):

VI/13


Funktion(en) dieses Inhaltsstoffs in kosmetischen Mitteln

UV-FILTER

schützt Haut oder Haare vor schädlicher UV-Strahlung.

UV-ABSORBER

schützt das kosmetische Mittel vor Schäden durch UV-Licht.


Vorkommen in Kosmetika

In Sonnenschutzmitteln sowie Pflegeprodukten mit UV-Schutz.


Hintergrundinformationen zum Einsatz in Kosmetika

Polyethylenglykole (INCI: PEG-...) sind Polykondensationsprodukte des Ethylenglykols, oder Polymerisationsprodukte des Ethylenoxids. Die an den Namen angefügte Zahl gibt die mittlere Zahl der Ethylenoxid-Einheiten der Substanz an. Die Konsistenz der PEG-Derivate wird mit steigendem Polymerisationsgrad zunehmend fester. PEG mit mittlerer Molmasse bis 600 g/mol sind flüssige, bis 1000 g/mol wachsartige und ab 4000 g/mol feste, wachsartige Substanzen. Durch Mischen fester und flüssiger Komponenten erhält man Produkte von cremiger Konsistenz, die als wasserfreie und mit Wasser abwaschbaren Grundlagen eingesetzt werden. Mit steigender Molmasse nehmen die Wasserlöslichkeit und die Hygroskopizität (Feuchtigkeitsaufnahmevermögen) der Polyethylenglykole ab.

Polyethylenglykole und deren Derivate werden bevorzugt in kosmetischen Mitteln eingesetzt, da sie ein breites Spektrum von Viskositäts- und Löslichkeitseigenschaften aufweisen und sehr hautverträglich sind. Als wasserlösliche, nicht fettende Substanzen sind Polyethylenglykole für viele kosmetische Zwecke geeignet. Die flüssigen PEG dienen z. B. als Glycerolersatz in Gesichts-, Rasier- und Haarwässern, als Lösungsvermittler und Lösungsmittel. Feste PEG dienen als Konsistenzgeber in Lippenstiften und Cremes sowie als Feuchthaltemittel. Sie sind gut hautverträglich und mikrobiologisch nicht anfällig, sodass im Allgemeinen auf den Zusatz von Konservierungsmitteln verzichtet werden kann.

PEG-25 PABA ist ein löslicher organischer UV-B Filter. Er absorbiert UV-B-Strahlen von etwa 280 bis 320 nm. Die maximale Konzentration von PEG-25 PABA beträgt 10 %. Organische UV-Filter sind Substanzen, die dazu in der Lage sind, die Energie der Photonen ultravioletter Strahlung von etwa 280 bis 400 nm zu absorbieren. Dabei muss die Energie des absorbierten Photons der Energie entsprechen, die erforderlich ist, um ein Elektron im Molekül der Filtersubstanz von einer niedrigen auf eine höhere Bahn anzuheben. Indem das Elektron auf seine ursprüngliche Bahn zurückfällt, wird die aufgenommene Energie entweder als Wärme oder als Strahlung längerer Wellenlänge wieder abgegeben und dadurch unschädlich gemacht.


Info zur sicheren Verwendung

Entsprechend der EG-Kosmetik-Verordnung Nr. 1223/2009, die seit Juli 2013 für den EU-Markt gültig ist, versteht man unter UV-Filtern Stoffe, die ausschließlich oder überwiegend dazu bestimmt sind, die Haut durch Absorption, Reflexion oder Streuung vor einer bestimmten UV-Strahlung zu schützen. Der Anhang VI legt fest, welche Substanzen als UV-Filter in kosmetischen Produkten verwendet werden dürfen. In dieser so genannten Positivliste der UV-Filter sind auch Höchstkonzentrationen für den Einsatz in kosmetischen Mitteln vorgeschrieben und eventuelle Warnhinweise aufgeführt.

UV-Filter werden vor der Zulassung gezielt auf ihre toxikologische Unbedenklichkeit untersucht und sorgfältigen Prüfungen unterzogen. Die Kosmetikhersteller müssen die gesundheitliche Unbedenklichkeit in wissenschaftlichen Studien nachweisen. In der EG-Kosmetik-Verordnung ist ihre Verwendbarkeit für Sonnenschutzmittel genau reglementiert. Darüber hinaus werden die zugelassenen Filter entsprechend neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und bei etwaigen Auffälligkeiten in der Marktbeobachtung gegebenenfalls neu bewertet und die Liste aktualisiert.


Weitere Informationen

Raab/Kindl: Pflegekosmetik. Ein Leitfaden. Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft 2012, 5. Auflage.

H. Frey und X. Petsitis: Wörterbuch der Kosmetik. Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft 2004, 5. Auflage.


Gehört zu folgenden Stoffgruppen

NEU: COSMILE App

Die neue App von haut.de: Ab jetzt mit dem Smartphone den Barcode am Produkt scannen und Infos zu den INCIs abfragen.

Kostenfreier Download:

iOS

Android

INCI App für iOs
Share This