Hautpflege in den ersten Lebenswochen ... schon gewusst?

Hautpflege in den ersten Lebenswochen ... schon gewusst?

Das Verhältnis von Hautoberfläche zu Körpergewicht ist bei Säuglingen mehr als doppelt so groß wie bei Erwachsenen. Die Babyhaut verliert dementsprechend schneller Wasser und hat eine größere Angriffsfläche für Bakterien, Pilze und sonstige negative Umwelteinflüsse.

Struktur, Funktion und Zusammensetzung der Säuglingshaut unterscheiden sich in den ersten Lebenswochen signifikant von der Erwachsenenhaut. Der dynamische Wasserhaushalt (schneller Flüssigkeitsverlust), der niedrige Lipidgehalt (mangelnder Schutz vor äußeren Einflüssen), der nicht ausgereifte Säureschutzmantel (eingeschränkter Schutz vor Krankheitserregern) und der geringere Anteil an natürlichen Feuchtigkeitsbindern im ersten Lebensjahr erfordern besondere Pflegemaßnahmen. Daher ist es wichtig, dass Babypflegeprodukte auf die speziellen Bedürfnisse der Babyhaut abgestimmt sind und deren Entwicklung bestmöglich unterstützen. Sie müssen die noch nicht ausgereiften Schutzfunktionen der Haut so gut wie möglich ausgleichen.

In den ersten Lebenswochen des Neugeborenen erscheint die Haut trocken und schuppig. Die Haut erneuert sich und die alten Hautzellen werden in Form von Schuppen abgestoßen. Für die Rückfettung der Haut sind Öle, Cremes und Lotionen von Geburt an sinnvoll. Sie sollten jedoch nicht zu häufig eingesetzt werden. Nach dem Baden oder wenn Hautreizungen sichtbar werden, ist der Einsatz der Pflegemittel beispielsweise äußerst wichtig. Ansonsten muss man je nach Hautzustand individuell reagieren.

Der Fettgehalt der Zubereitungen variiert je nach Anwendungsgebiet sehr stark. Körperlotionen enthalten etwa 20 Prozent Fett (Lipide), Schutzcremes gegen Austrocknung und Kälte können bis zu 70 Prozent Fett enthalten. Grundsätzlich kommen Haut- und Gesichtscremes sowie Körperlotionen und -öle zum Einsatz. Pflegeprodukte mit angepasstem pH-Wert helfen der Haut beim Aufbau des natürlichen Säureschutzmantels. Gutes Einziehvermögen erleichtert die Anwendung. Cremes sind in der Regel Öl-in-Wasser-Gemische, so dass ihnen Emulgatoren zugesetzt werden müssen, um die Konsistenz zu erhalten. Da das Wasser die Entwicklung von Mikroorganismen fördert, sind in der Regel auch Konservierungsmittel enthalten. Dies gilt in verstärktem Maße auch für Lotionen (in der Regel Öl-in-Wasser-Gemische), die einen besonders hohen Wassergehalt aufweisen. Bei einer sehr trockenen Haut sind stark rückfettende Zubereitungen besser geeignet als leichte feuchtigkeitsspendende Lotionen.

Quelle: haut.de

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