Schwitzen

Deostift, Deocremes und Deotücher

Deostift – der Klassiker

Klassiker unter den Deodorants sind Deostifte. Ihre Grundmasse muss eine bestimmte Härte und Formbeständigkeit haben, damit die Stifte nicht abbrechen. Gleichzeitig soll sich der Stift auf der Haut schon bei leichtem Andrücken abreiben lassen. Diese Eigenschaften werden mit Hilfe von Seifen-Glykol-Gelen erreicht. Glykol ist ein zweiwertiger Alkohol. Löst man Seifen darin und vermischt sie mit Zuckerstoffen, so entstehen transparente, gelartige Substanzen.

Deostifte sind leicht aufzutragen und enthalten in der Regel Duftstoffe. Einige Rezepturen sind mit pflegenden oder feuchtigkeitsspendenden Substanzen angereichert und meist auch für empfindliche Haut geeignet. Bei anderen enthält der Kern des Stiftes andere Inhaltsstoffe als seine Hülle. Auf diese Weise können Hersteller zwei Produktleistungen miteinander kombinieren.

Deodorants als Creme

Es gibt sie schon länger, allein in den vergangenen Jahren waren Marktanteil und Beliebtheit zurückgegangen: die Deodorant-Cremes. Doch in letzter Zeit gewinnen sie wieder verstärkt an Bedeutung. Hintergrund sind vermutlich die Anwendungsvorteile: Cremes ziehen leicht ein, kleben und schmieren nicht und hinterlassen ein angenehm trockenes Gefühl auf der Haut. Auch auf Herstellerseite erfreuen sich Deocremes zunehmender Beliebtheit, da sich Wirkstoffe in Cremes gut einarbeiten lassen. Deo-Cremes schützen ebenfalls lang anhaltend vor Körpergeruch, sie sind zudem hautverträglich und frei von Alkohol.

Parallel zur Wiederbelebung der Deo-Cremes kamen neuartige Verpackungen auf den Markt: Innovative Dosiersysteme spenden das Produkt durch Doppelklick auf eine Taste. So lässt sich die benötigte Crememenge exakt bemessen.

Neu: Deo-Tücher

Neu auf dem Markt sind Deo-Tücher. Einzeln in handliche Sachets verpackt, lassen sie sich bequem transportieren und eignen sich damit insbesondere für die Anwendung unterwegs. Deo-Tücher bestehen aus einem Vlies, das mit einer – in der Regel hautmilden – Deodorant-Lösung getränkt ist. Während Deos im Allgemeinen nur auf zuvor gereinigter Haut angewendet werden sollten, erledigen die weichen, reißfesten Tücher den Reinigungsschritt gleich mit. Sie sind dafür gedacht, Schweiß und Geruchsbakterien aufzunehmen und zugleich den Deo-Schutz für den Rest des Tages zu erneuern. Die Haut trocknet unmittelbar nach der Anwendung, so dass Wirkstoffe und frischer Duft gleich zur Geltung kommen können. Ein Deo-Tuch reicht laut Hersteller-Angaben für eine Einmal-Anwendung in beiden Achselhöhlen.

Was gibt’s noch: Deo-Puder, Deo-Seifen

Deodorants werden auch als Puder auf Talkum-Basis angeboten. In ihre Rezeptur sind meist synthetische Bakteriostatika eingearbeitet. Das sind künstlich hergestellte Substanzen, die das Wachstum von Bakterien hemmen und so ihre Vermehrung behindern. Deo-Seifen dagegen zählen nicht zu den eigentlichen Deodorant-Präparaten. Bei ihnen handelt es sich um herkömmliche Seifen, denen desodorierende Stoffe zugesetzt wurden.

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