Gesichtspflegeprodukte

Spezielle Gesichtsmasken – Reinigung und Pflege

Es gibt sie für jeden Hauttyp und für die unterschiedlichsten Bedürfnisse. Die Anwendung ist meist einfach und beansprucht wenig Zeit: ein Viertelstündchen der Muße für die Schönheit.

Feuchtigkeitsmasken

Sie enthalten Wirkstoffe, die den Feuchtigkeitshaushalt wieder ins Gleichgewicht bringen und die Spannkraft der Haut verbessern. Feuchtigkeitsmasken eignen sich für alle Hauttypen. Ihre Einwirkzeit ist in der Regel ebenfalls kurz – nach fünf bis zehn Minuten werden sie mit einem Tuch abgenommen. Einige Feuchtigkeitsmasken bilden auf dem Gesicht einen Film, dieser wird dann einfach vom Kinn nach oben hin abgezogen.

Crememasken

Sie sind geeignet für trockene und empfindliche Haut. Die dicke Cremeschicht unterbricht für kurze Zeit den Austausch zwischen Haut und Luft. Das hat einen angenehmen Wärmestau zur Folge, durch den sich die Poren öffnen und in der Folge die Wirkstoffe besser in die Haut eindringen können. Die Erwärmung regt aber auch die Durchblutung an, so dass die Zellen besser mit Sauerstoff versorgt werden. Danach sieht die Haut prall und glatt aus, kleine Fältchen sind nicht mehr sichtbar. Zehn bis zwanzig Minuten nach dem Auftragen wird die restliche Creme entweder sanft einmassiert oder mit einem Kosmetiktuch entfernt. Crememasken sind immer dann angesagt, wenn die Haut Mängel zeigt, müde aussieht und strapaziert ist.

Straffungsmasken

Sie werden als leichtes Gel für die eher fette Haut oder als cremige Emulsion für die reife Haut angeboten. Aufgrund der feuchtigkeitsspendenden Wirkstoffe wird die glättende Wirkung meist sofort sichtbar. Anwendung: Großzügig auf Hals und Gesicht verteilen und nach fünf bis fünfzehn Minuten entweder mit einem Papiertuch abnehmen oder mit viel warmem Wasser abspülen.

Reinigungsmasken

Vorab sei gesagt: Sie ersetzen das tägliche Reinigen nicht. Spezielle Wirkstoffe lösen Verhornungen, verringern die Überproduktion der Talgdrüsen und fördern die Durchblutung. Weil diese Masken porentief reinigen, bekommt fahle, glanzlose Haut im Idealfall ihr frisches Aussehen zurück. Tiefreinigende Masken sind ideal für fette und unreine Haut. Enthalten sind zusätzlich entzündungshemmende Wirkstoffe, die der Pickelbildung vorbeugen. Anwendung: Reinigungsmasken werden sanft mit kreisenden Bewegungen aufgetragen und nach einigen Minuten mit viel lauwarmem Wasser abgespült. Danach die Haut mit einer Feuchtigkeitscreme eincremen. Diese Masken sollten aber nicht auf die empfindlichen Hautpartien um Augen, Hals und Dekollete aufgetragen werden. Bei Zwei-Phasen-Masken kommt die Paste zweifarbig aus der Tube, ihre Inhaltsstoffe mischen sich erst beim Auftragen endgültig. Sie bleibt fünf Minuten auf der Haut und wird dann mit viel Wasser abgespült. Die Haut sollte anschließend seidig glatt sein, weil die rauen Hornschüppchen weg sind und sie besser durchblutet ist. Peelingmasken enthalten feine Körnchen, so genannte Schleifpartikel, die die Haut von abgestorbenen Hornschüppchen befreien. Sie werden auf die feuchte Haut massiert und anschließend entweder mit viel Wasser abgespült, oder, falls sie auf der Haut erstarren, abgerubbelt. Nach dem Peeling sieht die Haut klarer und gut durchblutet aus. Die Poren sind verfeinert, und die Haut ist aufnahmebereiter für nachfolgende Pflegepräparate. Dünne, zarte Haut verträgt kein Rubbeln. Für diesen Hauttyp sind Peel-off-Masken geeignet. Sie erstarren zu einem elastischen Film, der dann von der Haut abgezogen wird, und dabei die abgestorbenen Hautschüppchen mitnimmt.

Vlies-Masken

Das collagenhaltige Vlies gibt es entweder fertig mit einer Wirkstofflösung getränkt oder trocken, dann wird es vor dem Auftragen mit einer speziellen Wirkstoffampulle angefeuchtet. Die Maske kann aus mehreren Teilen, der jeweiligen Gesichtspartie angepasst, bestehen oder aus einem Stück sein. Sie wird auf das feuchte Gesicht gelegt und mit einem feuchten Wattepad leicht angedrückt. Nach 10 bis 20 Minuten werden die Maskenteile abgenommen und die Haut trockengetupft.

Modellage-Masken

Diese Maskenform wurde speziell für die Kosmetik-Studios entwickelt. Sie findet ihre Anwendung bei jedem Hauttyp. Die Maske umgibt die Haut mit einem geschlossenen, jedoch atmungsaktiven Mantel, unter dem es später zu einem spürbaren angenehmen Wärmeanstieg kommt, der für eine längere Zeit konstant bleibt. Dafür sorgen eingearbeitete Mineralien, die sich in Verbindung mit Wasser und Luft erwärmen. Die gleichbleibende Wärme entspannt die Haut und öffnet die Poren. Die Wirkstoffe des darunter angewandten Pflegepräparates können nun intensiver von der Haut aufgenommen werden. Ziel dieser Spezialbehandlung ist es, Fältchen zu mildern, große Poren zu verfeinern oder sensible Haut zu beruhigen. Übrigens: Ganz gleich welche Maske angewendet wird – auch bei Reinigungsmasken -, stets gilt: Haut vor dem Auftragen gründlich reinigen; denn Masken sind ein Zusatzprogramm und kein Ersatz für die tägliche Pflege. Vor dem Auftragen einer Maske unbedingt die Gebrauchsanweisung lesen. Nach der vorgegebenen Einwirkungszeit die Maske entfernen, denn auch hier gilt: Doppelt so lang hilft nicht doppelt so viel. Zum Schluss je nach Tageszeit die Haut mit dem entsprechenden Pflegepräparat eincremen.

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