Wissenswertes zu Körperpflege und Kosmetik

Kaltwachs

Mit Kaltwachs können Haare entfernt werden. Diese Methode eignet sich für die Anwendung zuhause, erfordert allerdings ein klein wenig Übung.

Kapillaren

Feinste Blutgefäße unter der Hautoberfläche. Lederhaut und Unterhautfettgewebe sind mit einem dichten Kapillarnetz durchzogen. Es dient einerseits der Versorgung des Hautgewebes mit Sauerstoff und Nährstoffen sowie dem Abtransport von Stoffwechselabbauprodukten, andererseits auch der Temperaturregulation, in dem das wärmere Blut aus dem Körperinneren an der Hautoberfläche abgekühlt wird.

Karies

Karies (Zahnfäule) und Zahnbetterkrankungen gehören zu den weltweit am meisten anzutreffenden Erkrankungen im Mundraum. Hauptursache von Karies sind Zahnbelag, häufiger Konsum von zuckerhaltigen Nahrungsmitteln sowie eine schlechte Mundhygiene. Einige im Zahnbelag enthaltene Bakterien, wie Streptococcusmutans und Lactobakterien, ernähren sich bevorzugt von Kohlenhydraten (zum Beispiel Haushaltszucker, Honig) und scheiden als Stoffwechselprodukte organische Säuren aus. Diese Säuren senken den pH-Wert des Zahnbelages und entziehen dem Zahn u.a. Calcium und Phosphat.

Käseschmiere

Käseschmiere oder Vernixcaseosa ist die Schutzschicht, mit der die Haut des Babys im Mutterleib überzogen ist. Sie besteht aus abgestorbenen Hornzellen und Fett. Sie schützt die Babyhaut vor dem Aufweichen im Fruchtwasser und vor Infektionen. Bei der Geburt kann sie auch als Gleitmittel dienen.

Kauapparat

Das menschliche Gebiss besteht aus mehreren Zahngruppen mit verschiedenen Formen, die sich aus ihren jeweiligen Aufgaben ergeben. Während die keilförmigen Schneidezähne dem Abbeißen der Nahrung dienen, sorgen die mit starken Wurzeln im Knochen verankerten, spitz zulaufenden Eckzähne für die Seitwärtsbewegungen des Unterkiefers. Die zweihöckrigen kleinen Backenzähne und vier- bis fünfhöckrigen Mahlzähne sind für das Zerkleinern und Zermahlen der Nahrung zuständig. Der vollständige Zahnstatus eines Erwachsenen umfasst in Ober- und Unterkiefer jeweils vier Schneide-, zwei Eck-, vier Backen- und sechs Mahlzähne, insgesamt also 32 Zähne.

Keime

Keime, wie Bakterien, Hefen oder Pilze können Krankheiten verursachen und damit die Gesundheit des Verbrauchersbeeinträchtigen. Mikroorganismen wachsen und vermehren sich besonders gut, wenn ihnen Wasser und bestimmte andere Stoffe, wie beispielsweise Eiweiße, zur Verfügung stehen. Das Wachstum der Mikroorganismen kann zum Verderb eines Produktes führen, was sich häufig in einem unangenehmen Geruch, einer Verfärbung oder einer Veränderung der Konsistenz äußert. Außerdem können einige Mikroorganismen auch Abbauprodukte bilden, die ebenfalls gesundheitsschädlich sein können.

Siehe: Konservierungsstoffe

http://www.haut.de/experten-geben-rat-parabene-in-kosmetika/

Keratinozyten

Keratinozyten sind der in der Epidermis (Oberhaut) der hauptsächlich (zu mehr als 90 Prozent) vorkommende Zelltyp; produzieren Keratin. Sie werden in der Basalzellschicht gebildet, reifen im Lauf von zwei Wochen heran, sterben dann ab und bleiben als Corneozyten weitere zwei Wochen in der Hornschicht, bevor sie an der Oberfläche abschilfern.

Keratolytisch

Hornlösend. Keratolytische Wirkstoffe wie Harnstoff, Salicylsäure, Milchsäure und Vitamin-A-Säure lösen die Bindungen zwischen den Hornzellen und wirken so hautglättend und schuppenlösend und können gegen verdickte Hornhaut und Hühneraugen eingesetzt werden. Mechanische Keratolyse durch Rubbeln mit Schleifpartikeln wird oft auch gegen Mitesser bei Akne angewendet.

Kinderhaut

Kinderhaut ist etwas dünner als die von Erwachsenen und ihre Talgproduktion ist noch gering. Der schützende Fettfilm auf der Hautoberfläche – eine Kombination aus Wasser, Schweiß, Fetten und Hornzellen – ist bei Kindern recht zart. Denn die Talgdrüsen der Kinderhaut funktionieren noch nicht im vollen Umfang. Dadurch ergibt sich eine höhere Durchlässigkeit der jungen Haut und eine erhöhte Empfindlichkeit bei Kälte und Wind.

Kollagen

Kollagen ist ein Hauptbestandteil der Haut. Es ist ein sehr wichtiges Eiweißmolekül, das das Bindegewebe stützt. In der jungen Haut ist Kollagen elastisch und geschmeidig. In der Lederhaut werden ständig alte Kollagenfasern durch neue ersetzt. Mit zunehmendem Alter jedoch erlahmt dieser Prozess. Es wird immer weniger neues Kollagen gebildet und das vorhandene verliert zunehmend seine Elastizität, verhärtet und wird spröde – eine Falte entsteht.

Komedonen

Mit erhöhter Produktion von Hautfett bilden sich Ansammlungen von Talg und abgestorbenen Hornzellen, die den Ausgang der Talgdrüse verstopfen. Die stark erweiterten, gefüllten Talgdrüsen werden als Mitesser (Komedonen) bezeichnet. Bei geschlossenen Mitessern ist der Trichter des Haarbalgs (Follikel) zwar erweitert, nicht aber die Mündung an der Hautoberfläche; unter der Haut ist ein weißes Pickelchen zu sehen. Bei offenen Mitessern ist auch der Ausführungsgang des Follikels vergrößert. Erscheint der Mitesser dunkel, ist dies in der Regel kein Schmutz, sondern eingelagertes Melanin (Hautfarbstoff) und Produkte von Oxidationsprozessen durch Luftsauerstoff und Bakterien.

Konservierungsstoffe

Die Verwendung von Konservierungsstoffen in kosmetischen Produkten ist in der Kosmetikverordnung geregelt.Immer wenn ein kosmetisches Produkt Wasser enthält, sind Konservierungsstoffe notwendig, denn in Wasser können Mikroorganismen sich ansiedeln und vermehren. Kosmetikprodukte ohne Konservierungsmittel können für Bakterien, Hefen oder Schimmelpilze einen gedeihlichen Nährboden bieten, der die Haut schädigen kann.

Kontaktallergie/Kontaktallergene

Hierbei handelt es sich um eine Allergie vom „Spättyp“. Kontaktstelle für die Allergene ist die Haut. Die Symptome treten hier meist erst 24 bis 72 Stunden nach dem Kontakt mit dem Allergen zutage. Nach ein bis drei Tagen zeigen sich Rötungen, Schwellungen, Wasserbläschen, nässende Stellen, Schuppenbildung und Krusten. Typisches Beispiel für diesen Allergietyp ist die Nickelallergie.

Siehe: http://www.haut.de/wissen/allergien/mechanismus-kontaktallergie/

Kopfhautschuppung (Gneis/Milchschorf)

Ist bei Babys häufig anzutreffen (auch als Gneis oder Milchschorf bezeichnet). Der typische Milchschorf entsteht, wenn kleine, entzündliche Bläschen auf der Kopfhaut aufplatzen und das Sekret daraus auf der Kopfhaut zu einem Schorf verkrustet.

Körpergeruch

Unangenehmer Geruch durch bakterielle Zersetzung von Schweiß und Ausscheidungsprodukten der Duftdrüsen. Schwefelhaltige Verbindungen und Fettsäuren erzeugen einen leicht säuerlichen, ranzigen bis stechenden Geruchseindruck. Frischer Schweiß ist völlig geruchlos.

Kosmetik-Sicherheit

Der überwiegende Teil des Körperpflegemittelangebots besteht aus Produkten zur Gesichts-, Haut-, Haar-, Zahn- und Säuglingspflege sowie Sonnenschutzmitteln und dekorativen Kosmetika. Vieles davon kommt tagtäglich in engsten Kontakt mit Haut oder Schleimhaut, und das häufig über mehrere Jahre hinweg. Körperpflegemittel müssen daher bei voraussehbarer und bestimmungsgemäßer Anwendung sicher und verträglich, also unbedenklich sein.