Wissenswertes zu Körperpflege und Kosmetik

Dauerwelle

Zur Schaffung einer Dauerwelle sind mindestens zwei chemische Prozesse notwendig: die Reduktion zum Erweichen des Haares und die Oxidation zur Fixierung des Ergebnisses. Der Vorgang der dauerhaften Umformung der Haare beruht auf der Trennung der bestehenden chemischen Bindungen und der anschließenden Wiederherstellung in der neuen gewünschten Form.

Deklaration / Kennzeichnung

Seit 1997 werden kosmetische Produkte in allen Ländern der Europäischen Union sowie auch in vielen anderen Ländern weltweit einheitlich gekennzeichnet. Grundlage bildet das so genannte „INCI-System“ (International NomenclatureCosmeticIngredient). Es informiert im Detail über die Bestandteile von kosmetischen Mitteln. http://www.haut.de/inhaltsstoffe-inci/

Demineralisierung

Wird Zahnbelag nicht regelmäßig durch Zahnpflege entfernt, kommt es nach wiederholter Säurefreisetzung zu einer Demineralisation der Zahnsubstanz. Dadurch wird der Zahn porös. Durch den porösen Zahnschmelz dringen die Säuren und Bakterien weiter bis in die Tiefe der Zahnstruktur vor.

Dentin

Als Dentin wird das knochenähnliche Zahnbein (Dentin) bezeichnet. Es bildet die Hauptmasse des Zahnes. Als gelblicher Kern im Inneren der Zähne gelegen, wird es im Wurzelbereich vom Wurzelzement bedeckt, im Kronenbereich vom Zahnschmelz umschlossen.

Deodorants

Deodorants wirken gezielt gegen Körpergeruch. Während Antitranspirants (auch Antiperspirants) die Schweißausscheidung verringern, indem sie die Aktivität der ekkrinen Schweißdrüsen beeinflussen. Die Schweißbildung wird so reduziert und den Schweiß zersetzenden Hautbakterien wird ein Teil ihrer Nährstoffe entzogen.

Depilation

Verfahren der Haarentfernung. Depilation findet auf der Basis chemischer Enthaarungsmittel statt.

Dermatitis

Oberbegriff für alle lokalen Entzündungsreaktionen der Haut. Die Dermatitis wird gegliedert in Kontaktdermatitis, Ekzem und andere Formen der Dermatitis. Der Begriff Ekzem wird weiter unterteilt in das atopische Ekzem (Neurodermitis), das IgE-assoziiert ist (IgE = allergenspezifische Immunglobulin-E-Antikörper) und in Kombination mit Asthma bronchiale und Rhinokonjunktivitis (Heuschnupfen) auftreten kann, und in das nichtatopische Ekzem, das nicht IgE-assoziiert ist und ohne Asthma bronchiale bzw. Rhinokonjunktivitis vorkommt.

Dermis

Die Dermis, auch Lederhaut genannt, ist ca. 1 mm dick. In dem Bindegewebe, das für die Elastizität der Haut sorgt, verlaufen die Blutgefäße, die die Haut versorgen. Die Dermis trägt Nervenbahnen und Sinnesorgane für die Wahrnehmung von Temperatur-, Schmerz- und Tastreizen. Schweiß- und Talgdrüsen sowie die Haarwurzeln liegen ebenfalls in der Lederhaut. Die Dermis besteht aus der oberen Papillarschicht (Stratum Papillare) und der darunter liegenden Retikularschicht (Stratum Reticulare). Die Papillarschicht ist reich an Zellen, Blutkapillaren, elastischen Fasern und Nervenenden. Sie ragt mit ihren Papillen in die Epidermis und verbindet so die Dermis mit der Epidermis und versorgt letztere mit Nährstoffen. Die Retikularschicht besteht aus kräftigen, miteinander verwobenen Kollagenfaserbündeln und elastische Netze. Sie enthält außerdem Blutgefäße, Schweißdrüsen, Haarfollikel und größere Nerven.

Destillation

Destillation wird zur Gewinnung, Reinigung und Konzentrierung natürlicher Duftstoffe eingesetzt. ätherische Öle aus Pflanzen werden in der Regel durch Wasserdampf-Destillation gewonnen. Diese Methode eignet sich am besten, da die Duftstoffe meistens leicht flüchtig sind.

Dihydrotestosteron

die Talgausschüttung wird durch das männliche Hormon Testosteron und seine aktive Form, das Dihydrotestosteron, gesteuert und bleibt von der Pubertät bis ins hohe Alter nahezu unverändert hoch.

Düfte

Zur Gewinnung von Düften werden heute sowohl natürliche Duftstoffe pflanzlichen Ursprungs als auch halbsynthetische und (voll)synthetische Duftstoffe eingesetzt. Natürliche Duftstoffe werden aus pflanzlichen Rohstoffen (Blüten, Blättern, Rinde, Holz, Wurzeln) gewonnen. Halbsynthetische Riechstoffe sind aus natürlichen Stoffen isolierte und gegebenenfalls weiterverarbeitete Produkte. Vollsynthetische Riechstoffe haben ihren Ursprung vollends in chemischen Materialien.

Duftstoffe

In Produkten, die Riechstoffe beinhalten, dürfen keine Stoffe enthalten sein, die gesundheitsschädlich sind. Jedoch besitzen auch Riechstoffe, wie alle chemischen Substanzen in Abhängigkeit von Konzentration, Anwendungsdauer und individueller Disposition des Menschen, für die Gesundheit relevante, toxikologische Eigenschaften. Sie können die Haut reizen, sensibilisieren oder allergische Reaktionen hervorrufen. Einige Duftstoffe können Kontaktallergien oder andere Unverträglichkeiten zur Folge haben. Gewisse Duftstoffe (wie zum Beispiel Eichenmoos und Isoeugenol) lösen wesentlich häufiger Allergien aus als andere.