Ein Haar und seine Fasern ... schon gewusst?

Ein Haar und seine Fasern ... schon gewusst?

Ein Haar setzt sich aus zwei verschiedenen Faserarten zusammen, aus einer schwefelhaltigen, kompakten sowie aus einer schwefelarmen, dehnbaren Faser. In der Haarmitte befindet sich überwiegend bei dickeren Haaren die oft schwammig anmutende, aufgelockerte Medulla (lateinisch „das Mark“), die von einer Vielzahl spindelförmiger Cortexzellen (Cortex: lateinisch „die Rinde“) umgeben ist. Ineinander verdrillt wie ein Seil, stellen sie den Hauptanteil des Haares. Diese Schicht wird als Faserstamm oder auch Haarrinde bezeichnet und ist für Stärke, Elastizität und Reißfestigkeit verantwortlich. Und letztere ist enorm: Ein normal dickes Haar würde ein Gewicht von mindestens 100 g tragen. Und das gesamte Kopfhaar würde danach ein Gewicht von mindestens 10 Tonnen aushalten, ohne zu reißen. Von entsprechenden Selbstversuchen ist allerdings dringend abzuraten! Vom Kortexanteil am Gesamthaar hängt es ab, ob das Haar einen feinen oder borstigen Charakter hat. Die Anordnung der Haarfasern entscheidet darüber, ob sich die Haare locken, in Wellen liegen, oder ob sie glatt sind.

Die individuelle Beschaffenheit der Haare liegt in den Erbanlagen, das heißt, sie ist genetisch festgelegt. Je nach Struktur und Farbe hat ein Mensch bis zu 150.000 Haare auf dem Kopf. Davon fallen normalerweise täglich 30 bis maximal 100 aus und wachsen nach einer Ruhepause wieder nach.

Quelle: haut.de

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