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Sonnenschutz

27.06.2008

Mehr Sicherheit und Transparenz bei Sonnenschutzmitteln - was Verbraucher heute erwarten können

Die Anwender von Sonnenschutzmitteln möchten ihre Haut optimal vor der UV-Strahlung schützen. Doch was kann man von einer guten Sonnencreme eigentlich erwarten?

Sonnenschutzmittel sollen heute nicht mehr nur vor Sonnenbrand schützen, sondern möglichst einen umfassenden Schutz gegen alle schädlichen Wirkungen von UV-Strahlen bieten. Eine gute Sonnencreme sollte den Anwender heute auch vor einer beschleunigten Hautalterung, Schäden am Immunsystem sowie der Entstehung von Hautkrebs schützen. Empfehlungen der Europäischen Kommission zufolge soll deshalb jedes Sonnenschutzmittel gleichzeitig auch vor UVA-Strahlen schützen. Diese früher für ungefährlich gehaltenen, langwelligen Strahlen sind es, die die Haut vorzeitig altern lassen und das Immunsystem beeinträchtigen. Außerdem gelten sie als wichtiger Risikofaktor für die Entstehung bestimmter Hautkrebsformen. Wer Ihnen allerdings hundertprozentigen Schutz garantieren will, führt Sie in die Irre. Hundertprozentigen Schutz vor UV-Strahlen gibt es nicht.

Darauf sollten Sie achten: Ein kosmetisches Produkt muss einen Mindestschutz bieten, um überhaupt als Sonnenschutzmittel eingestuft zu werden. Ein Lichtschutzfaktor von zwei oder vier reicht dafür nicht aus. So soll verhindert werden, dass sich Verbraucher in einer trügerischen Sicherheit wägen. Sonnenschutzprodukte, die gemessen am UVB-Schutz gleichzeitig einen angemessenen UVA-Schutz bieten, sind an einem Logo zu erkennen: Die Buchstaben UVA umgeben von einem Kreis. Der UVA-Filter ist an den UVB-Filter gekoppelt und beträgt mindestens ein Drittel des im LSF angegebenen UVB-Schutzes. Für mehr Klarheit sorgt auch eine neue Einteilung der Schutzkategorien. Die Bezeichnung "Basisschutz" entspricht den Lichtschutzfaktoren (LSF) 6 und 10, "mittlerer Schutz" fasst die LSF 15, 20 und 25 zusammen, "hoher Schutz" steht für LSF 30 und 50 und "sehr hoher Schutz" schließlich für den Maximalwert - LSF 50+. Das ist auch deshalb sinnvoll, weil die bisherige Einteilung so fein abgestuft war, dass sich das Schutzniveau von einer zur nächsten Zahl kaum erhöhte. Wichtig ist es, beim Auftragen von Sonnenschutzmitteln nicht zu sparen. Die meisten cremen sich viel zu dünn ein.

Und auch wer Sonnencreme anwendet sollte nicht außer Acht lassen: Allzu lange Sonnenbäder gefährden die Gesundheit und die Jugendlichkeit der Haut. Die Gefahren, die lauern, reichen von Falten bis Hautkrebs. Daher trotz der Anwendung eines Sonnenschutzmittels besser nicht zu lange in der Sonne bleiben. Säuglinge und Kleinkinder gar nicht dem direkten Sonnenlicht aussetzen. Je mehr ein Säugling oder Kleinkind UV-Strahlen ausgesetzt ist, desto höher ist sein Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken.

Redaktion haut.de 2008



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