
"Jeder Jeck ist anders", sagt man in Köln in Anlehnung an den Karneval. Das gilt auch für unsere Haut. Die Frage nach den besten Reinigungs- und Pflegerezepten kann nicht bis ins Detail allgemeingültig beantwortet werden. Die Haut ist ein sehr vielfältiges Organ mit individueller Beschaffenheit, das zudem in unterschiedliche Zonen unterteilt ist.
Die optimale Pflege ist daher eine recht individuelle Sache. Dennoch ist es möglich, allgemeine Hinweise und Tipps zu geben. Zu berücksichtigen sind dabei die verschiedenen Hauttypen von trockener bis zu fettiger Haut. Probleme oder Unsicherheiten des Einzelnen sollten mit dem Facharzt abgeklärt werden.
Trockene Haut sollte möglichst nicht zu warm gewaschen werden, denn warmes Wasser löst den Säureschutzmantel der Haut stärker als kaltes Wasser. Ideal sind Temperaturen unterhalb der Körpertemperatur. Wasser alleine reinigt die Haut schon sehr gut. Es löst die wasserlöslichen Schmutzanteile, Staub, zucker- und salzhaltige Stoffe und den Schweiß gut von der Hautoberfläche ab. Der Einsatz von Syndets oder Seifen kann sich bei häufiger Reinigung daher meist auf stark verschmutzt Haut sowie geruchsbildende Körperstellen (z.B. Achselhöhlen) beschränken. Wichtig für die trockene Haut ist in jedem Fall eine Rückfettung nach dem Bad oder der Dusche mit einer Wasser in Öl (W/O)-Emulsion. Fettarme Lotionen sowie stark alkoholhaltige Gesichtswässer eignen sich für trockene Haut nicht. Sinnvoll ist es dagegen Ölbäderzusätze ins Wasser zu geben. Das fein im Wasser verteilte Öl wird beim Baden netzartig auf die Haut aufgebracht und hilft bei der Rückfettung.
Bei fettiger Haut kann das Wasser wärmer sein, so in etwa bei Körpertemperatur. Auch hier gilt: Wasser allein wäscht schon sehr gut. In Problemzonen sollte eine pH-neutrale Seife zur Anwendung kommen. Rückgefettet wird mit einer Öl in Wasser (O/W)-Emulsion. Damit wird die Zeit bis zur Regeneration des körpereigenen Schutzmantels überbrückt. Stark fettende Cremes sind bei fettiger Haut für das Eincremen ungeeignet.
Auch die trocken-fettige Haut wird durch klares Wasser etwas unterhalb der Körpertemperatur gut gereinigt. In Problemzonen kommen je nach individueller Hautreaktion entweder normale Seife oder Syndets zum Einsatz. Was besser vertragen wird, muss für den Einzelfall ausprobiert werden. Wenn nötig, wird das Reinigungsmittel gewechselt. Für die optimale Rückfettung eignet sich bei trocken-fettiger Haut meist eine W/O-Emulsion am besten.