
12.07.2012
In den meisten Fällen wird durch Drücken und Quetschen an Mitessern und Pickeln der Hautzustand nicht besser, sondern schlechter. Denn dadurch kann der Talg in tiefere Hautschichten geraten und verkapseln. Oft sind nicht nur Hautrötungen, sondern auch Entzündungen Folge der drückenden Prozedur. Deshalb Finger weg von Pusteln und Pickelchen.
Mitesser entstehen meist durch Verstopfung der Talgdrüsenfollikel, die dann zur Verhornung führt und damit zum Verschluss des Follikelkanals. Bei Menschen mit besonders fettiger Haut können Mitesser im gesamten Gesicht auftreten. Bei normaler Haut bilden sie sich vornehmlich auf Stirn, Nase oder Kinn.
Hautunreinheiten und Mitesser können unterschiedliche Ursachen haben, je nach Hauttyp und Lebenswandel. Deshalb ist es ratsam zur Ursachenklärung einen Hautarzt aufzusuchen und eine entsprechende Behandlungsempfehlung zu erhalten. Das Entfernen von Mitessern macht bei trockener Haut nämlich eine andere Methode erforderlich als bei fettiger Haut. Entsprechende Anwendungen zur Beseitigung von Mitessern werden auch von professionellen Kosmetikerinnen eingesetzt. Dieser als „Ausreinigung“ bezeichneten Anwendung geht meist eine Dampfbehandlung, mit der die Haut weicher wird, voraus.
In Drogerien und Parfümerien steht mittlerweile eine große Auswahl an Produkten zur Entfernung von Mitessern zur Verfügung. Auf den Verpackungen ist gelegentlich der lateinische Begriff für Mitesser „Komedo“ zu finden. Oft verfügen die Cremes, Salben, Gels oder Tinkturen über Salicylsäure. Damit wird das Öffnen der Hautporen eingeleitet. Aber auch spezielle Mittel zur Behandlung von Hautentzündungen oder zur Anregung der hauttypischen Abwehrmechanismen können gezielt eingesetzt werden.
Autor: Klaus Afflerbach
Quelle: haut.de