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Faltenbehandlung

02.11.2007

Zauberfäden für "goldenes Lifting": Gold- und GoreTex straffen die Haut

Die Methoden zur Behandlung von Falten der Gesichtshaut sind vielfältig. Sie reichen von der Schwächung der Muskulatur (Botulinumtoxin), über Unterspritzungen (Hyaluronsäure, Polylactid, Eigenfett) oder die chemische Hauterneuerung (AHA, TCA etc.) bis hin zu Straffungsoperationen, dem so genannten Facelift.

Eine weitere Option, eine Straffung der Gesichthaut zu erreichen, ist die operative Unterfütterung. Dabei werden Transplantate in Form schlauchförmiger Kunststoffe (z. B. GoreTex) oder fadenförmiger Metalle bzw. Kunststoffe (Gold- oder GoreTex-fäden) in die Haut eingezogen.

Mit Hilfe dünner Nadeln werden GoreTex- oder Goldfäden unter Falten oder schlaffes Gewebe gebracht und dort belassen. Damit lassen sich beispielsweise Stirnfalten oder Nasolabialfalten von innen auffüllen. Sehr dünne Fäden werden gitterförmig unter die Haut gezogen, um die erschlaffende Muskulatur zu unterstützen und so der Haut Spannkraft und Glätte zurückzugeben. Dickere Fäden oder Schläuche werden mit 2 Stichen unter tiefe Falten gebracht. Zu sehen oder zu spüren sind die Implantate nach fachgerechter Einbringung nicht. Als natürliche Reaktion auf den Fremdkörper stimulieren die Fäden die Produktion von Kollagen und Elastin. Das Bindegewebe ummantelt den "Eindringling". Das neu aufgebaute Bindegewebe führt im Idealfall zum Verschwinden der Falten.

Die Fäden können in unterschiedliche Körperteile implantiert werden. Wichtigster Anwendungsbereich ist das Gesicht: Wangen, Schläfe, Kinn und Hals, aber auch Implantationen in Dekolleté oder Brust und sogar in Gesäß und Schultern werden durchgeführt.

Die Behandlung erfolgt in lokaler Betäubung und dauert etwa 30 Minuten. Anschließend kann es zu Schwellungen kommen, die nach zwei Tagen verschwinden sollten. Außerdem treten oft bläuliche Verfärbungen auf, die bis zu sieben Tage anhalten können. Nicht durchgeführt werden dürfen operative Unterfütterungen bei: Allergie auf Anästhesiemittel, schlechter Blutgerinnung, Zuckerkrankheit oder Schwangerschaft.

Solche Verfahren kommen frühestens ab dem 30. Lebensjahr in Frage. Der behandelnde Arzt sollte speziell für diese Verfahren geschult sein. Das Ergebnis hält dann ca. fünf bis zehn Jahre. Je Faden muss man ca. 400 EUR rechnen. Bei Nichtgefallen, können die Fäden wieder entfernt werden.



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