Wissenswertes zu Körperpflege und Kosmetik
Heller und schwarzer Hautkrebs

Behandlungszahlen in deutschen Kliniken steigen

Heller und schwarzer Hautkrebs

Hautkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland: Jedes Jahr erkranken nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft bis zu 200.000 Menschen neu an dieser Krankheit. Ein deutliches Indiz für die Steigerungsraten sind auch die Behandlungszahlen: Im Jahr 2015 kamen insgesamt 100.400 Patienten mit dieser Diagnose stationär ins Krankenhaus, wie das Statistische Bundesamt aktuell mitteilt. Der damit ermittelte Anstieg um 17,1 Prozent für den Betrachtungszeitraum der letzten 5 Jahre ist erschreckend und alarmierend zugleich. Besonders deshalb, weil wirksame Schutzvorkehrungen gegen UV-Strahlen, die als Hauptauslöser von Hautkrebserkrankungen gelten, vorhanden sind.

Nach Einschätzung der Expertin Prof. Dr. Christiane Bayerl hängt die Zunahme von Hautkrebserkrankungen, einerseits mit dem „modernen“ Freizeitverhalten zusammen und dazu gehört die UV-Exposition und andererseits mit der zunehmenden Lebenserwartung der Bevölkerung. (Interview im E-Book „Sonnenschutz pro-aktiv“ – die aktuelle Neuauflage ist soeben erschienen.

Frühes Erkennen nötig: Mithilfe der ABCDE-Regel kann jeder sich selbst einen ersten Blick auf auffällige Pigmentveränderungen der Haut verschaffen. Folgende Punkte sollten dabei betrachtet werden:

A – Asymmetrie: Gefährlich können „Muttermale“ sein, die in ihrer Form nicht gleichmäßig sind, sondern asymmetrisch, also unrund, nicht oval sind.

B – Begrenzung: Die Ränder eines Pigmentmales sollten scharf abgegrenzt sein und regelmäßig verlaufen, nicht verwaschen, ausgefranst.

C – Colour (Farbe):  Wenn ein Muttermal mehrere Farbtönungen hat oder deutlich dunkler ist als die anderen, sollte ein Hautarzt befragt werden.

D – Durchmesser: Ein Pigmentmal, das im Durchmesser größer als 5 mm ist, sollte regelmäßig beobachtet werden.

E – Erhabenheit: Erhabene (emporragende) Hautpartien, auch ansonsten glatte Muttermale, die tastbare, erhabene Anteile aufweisen, schwärzliche/rötliche Färbungen zeigen, nässen oder bluten, sollten vom Hautarzt untersucht werden.

Ergeben sich bei diesem ersten Selbst-Check Auffälligkeiten oder Zweifel, ist der Termin beim Hautarzt unbedingt nötig.

Bei der individuellen Einschätzung zum Risiko für Sonnenbrand und Hautschädigungen durch UV-Strahlen ist der Hauttyp eine entscheidende Kategorie. Denn Menschen mit heller Haut und der Neigung zu Sommersprossen sind „sonnenempfindlicher“ als solche mit eher dunkler Haut.

Eine erste Hilfestellung zur Hauttypbestimmung in Form eines interaktiven Fragebogens stellt haut.de zur Verfügung.

 

Quelle: haut.de

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